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07.09.06 - 11:23 Uhr

Inspiration des Ufers - Autoren 2006 stehen fest


Der Kulturverein Kunstbox Seekirchen hat auch 2006 wieder Literaten zu einem Aufenthalt "Auf der Suche nach der Inspiration des Ufers" an den Wallersee geladen.

 

Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden der Flachgauer Seenlandschaft sowie der Leselampe Salzburg ermöglicht eine „Reise“ an die Ufer der Inspiration jener, die hier geschrieben haben, ein Nachfühlen dichterischer Atmosphäre.

Zu diesem Zweck vergibt der Kulturverein KunstBox jährlich ein Aufenthalts-Stipendium für junge AutorInnen. Vergeben wird das Stipendium an deutschsprachige AutorInnen aus dem EU-Raum, die zumindest ein Werk in einem Verlag veröffentlicht haben (Roman, Prosa, Novellen, Gedichte usw.).

 

Die Salzburg AG stellt im Zuge eines Sponsorings zwei Wohneinheiten in ihrem Seehaus am Ostufer des Wallersees zur Verfügung. Damit werden für die AutorInnen zusätzlich zu den inspirativen Qualitäten des Wallerseeufers auch der notwendige Raum und die Atmosphäre zum Schreiben sichergestellt.

 

Eine Jury hat für den Stipendiumsaufenthalt in 2006 die Autoren Zdenka Becker und Jochen Weeber ausgewählt.

 

Die Wahl begründet sich wie folgt:

 

Zdenka Becker legt in ihrem Erzählband "Good-Bye Galina" auf offene und auf sprachlich ansprechende, rhythmisierte Weise das Schicksal von Frauen dar, die durch politische und gesellschaftliche Umstände ihrer Heimat beraubt wurden. Damit stellt Becker die Frage nach Zugehörigkeit, Identität, Ethnie, Fremde und nach dem Eigenen, nach dem sie als Autorin ebenso sucht wie nach einer Sprache für das Schicksal der (fiktiven oder auch realen) Frauen, nach einer Sprache, in der Begegnung als Grundidee steht. Dass diese Begegnung unabgeschlossen, ja schmerzhaft ist, eben weil sie nicht auf so einfache Weise zustande kommt, berührt persönlich an Beckers Literatur.

 

Jochen Weebers Texte bewegen sich zwischen sprachspielerischem Humor und Ernst, zwischen charmanter Flausenhaftigkeit und Tiefgründigkeit, zwischen unerwarteter Komik und der Beschreibung alltäglicher Mühsal. Weebers Stil zeugt von viel Gespür und Talent, die Kommas und Worte am geeigneten Platz zu setzen und machen Lust auf Lesen und Zuhören. Das ist nicht nur die optimale Ergänzung zu der engagierten Literatur Beckers, sondern auch jene Leichtigkeit, nach der man sich bei vielen zeitgenössischen AutorInnen vergeblich sehnt.

(lf)

 

 

 











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