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05.07.05 - 15:34 Uhr

BRIX ALLEIN IM MEGAPLEXX


Werner Brix kabarettistischem Angriff auf die Lachmuskeln standzuhalten war keine leichte Übung für das Publikum im Emailwerk in Seekirchen. Überraschende Pointen, bestechende Gestik und die herrliche Mimik eines Werner Brix in Höchstform ließen kein Auge trocken.

 

Schon nach einigen Minuten war dem Publikum klar, der Mann ist völlig durch den Wind. Werner Brix spielt den überdrehten Workaholic und die ständig hetzende Ich-AG mit einer derart fesselnden Überzeugung, dass selbst im Publikum einige nervös zu werden beginnen. Es geht ihm alles viel zu langsam. Liebesbriefe findet er antiquiert weil sie ganze Sätze enthalten und bei den Franzosen glaubt er Frustration zu erkennen, weil sie mit ihrer altmodisch ausschweifenden Sprache dem Tempo der Zeit nicht mehr gewachsen sind. Er liebt die heiße Tasse als Mittagessen. weil er sie durch den Strohhalm zu sich nehmen kann während seine zuckenden Hände den Laptop bearbeiten. Als sein Therapeut von ihm verlangt, einmal fünf Minuten nicht zu sprechen, kommt es zum ersten Höhepunkt im Programm. Nach unzähligen gescheiterten Versuchen gespickt mit Ausreden (flüstern zählt nicht) noch ein letzter. Brix windet sich wie ein Wurm auf seiner Couch, rauft sich die Haare, beißt sich in die Hände und scheint dem Kollaps nahe während es die Zuschauer vor lachen schüttelt...

Wie in jedem guten Kabarett überzeichnet Brix die Situation. Und wie in jedem guten Kabarett finden sich die Zuschauer immer wieder. Im Grunde genommen lacht das Publikum an vielen Stellen über sich selbst. Ob diese therapeutische Wirkung seines Programms beabsichtigt war ließ sich Walter Brix nicht entlocken. In jedem Fall hat es gewirkt, denn „Brix allein im Megaplexx“ hat begeistert.

 











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