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30.10.05 - 12:30 Uhr

Charlie Chaplin verbindet Generationen


So bunt gemischt ist das ist das Publikum einer Kinovorstellung selten. Zur Vorführung von Charlie Chaplins Meisterwerk „Modern Times“ im Emailwerk in Seekirchen fanden sich gleich mehrere Altersgenerationen zu einer vergnüglichen und nachdenklichen 90-Minuten- Lichtbildvorführung im nostalgischen Rahmen.

 

Es gab zwei Stars an diesem Abend: Charlie Chaplin in schwarz/weiß auf der Leinwand, projiziert von einem klassischen Filmprojektor und Wolfgang Brunner, der 90 Minuten lang live die improvisierte Klavierbegleitung dazu spielte.

Schwarz-Weiß-Film, Klavierbegleitung und das Rattern des Projektors versetzten die Zuschauer um Jahrzehnte in die Vergangenheit. Es entstand eine heimelige Atmosphäre, die selbst die anwesenden Kinder von Beginn an in ihren Bann zog.

Chaplin schaffte es, wie in vielen anderen seiner Werke, schneidende Satire mit artistischer Komik zu verbinden. Immer wieder groß im Bild, Chaplins stärkste cineastische Waffe - seine unvergleichbare Mimik.

Modern Times ist zugleich Abrechnung mit der menschenverachtenden Industrialisierung und der damit verbundenen unmenschlichen Geschwindigkeit und der gelungene Versuch, darzustellen, dass der Glaube an seinen eigenen Weg trotz aller Widrigkeiten zum Ziel führt.

Die gekonnte Klavierimprovisation von Wolfgang Brunner verstärkten Chaplins Aussagen und ließen das Publikum tief in das filmische Geschehen eintauchen.

Das Beeindruckendste dieses Abends war in jedem Fall, wie Kinder und Erwachsene aller Altersstufen gleichermaßen gebannt und hörbar amüsiert vor der Leinwand saßen. Bei all den Zielen, die Chaplin mit „Modern Times“ verfolgte, bei all dem, was er versuchte durch Humor, Ironie und Schauspielerei auszudrücken, dass er noch im Jahre 2005 in einem generationenübergreifenden Eroberungszug die Herzen von Jung und Alt gleichermaßen berühren würde, hätte er sich wahrscheinlich nicht gedacht…

 

 











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