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25.11.05 - 13:11 Uhr

Seekirchen, Stadt mit (geologischem) Tiefgang


Der Veranstaltungssaal des Emailwerks wurde am 24. November kurzerhand zum Auditorium umfunktioniert. Dr. Paul Herbst, Geologe und freier Mitarbeiter der Universität Salzburg führte das aufmerksame Publikum per Diavortrag in die bewegte geologische Geschichte Seekirchens und des Salzburger Flachgaues ein.

 

Wenn sich Schichten verschieben, Sedimente ablagern, Meere verdunsten, Eiszeiten hereinbrechen und Gletscher ganzen Landstrichen ihren schürfenden Stempel aufdrücken, dann ist Geologe Paul Herbst in seinem Element. Mit anschaulichen Grafiken und beeindruckenden Fotografien erklärte Herbst dem interessierten Publikum, was sich im Lauf der letzten Milliarden Jahre geologisch abgespielt hat, immer beginnend im globalen Maßstab um letztendlich im Flachgauer Raum zu landen. Es war auch dem symphatischen, teilweise humoristischen Vortrag zu verdanken, dass die Zuschauer keine akademische Unterrichtsstunde erhielten, sondern die zum Teil sehr komplexen Zusammenhänge problemlos mitverfolgen konnten. Herbsts detaillierte Beschreibung der älteren und jüngeren geologischen Geschichte rund um den Wallersee erweckte, sehr zur Freude des Seekirchner Publikums, den Eindruck als wäre der Salzburger Flachgau das Zentrum jedwedes landschaftsbildenden Phänomens auf dieser Erde. Da störte auch das Faktum nicht, dass Seekirchen nicht auf festem Fels, sondern auf einer dicken Schicht feinsten Seetons und Gletschergeröll, gebaut ist. Besonders beeindruckend waren zahlreiche Fotografien, die von den umliegenden Anhöhen aus gemacht wurden und die zahlreichen Gletschersenken unter einer undurchdringlich scheinenden Bodennebelschicht zeigten. Mit diesen Aufnahmen versuchte Herbst dem Publikum einen Eindruck der gewaltigen Gletscherausbreitung während der letzten Eiszeit zu geben. „Stellen sie sich vor, der Nebel wäre ein Gletschermassiv“ so Herbst zum Publikum. Ein Anblick der manch einem das Frösteln über den Rücken jagte.

Die Veranstaltungreihe wissenschaftlicher Vorträge wird im Jahr 2006 fortgesetzt.

 











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