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27.12.05 - 13:59 Uhr

Schnöde Bescherung im Emailwerk


Im Emailwerk in Seekirchen fand am 23. Dezember eine vorweihnachtliche Veranstaltung der besonderen Art statt. Unter dem Titel „Schnöde Bescherung“ gab es humorvolle Texte rund um den Weihnachtswahnsinn, vorgetragen und interpretiert vom Salzburger Schauspieler Edi Jäger, im Wechselspiel mit hinreißenden Liedern, gesungen und gespielt von Stefan Schubert, Robert Krainer und Alexander Meik. Das weihnachtsgestresste Publikum genoss Stille-Nacht-Kabarett vom Feinsten.

 

Ganz und gar unheilig präsentierte sich ein entfesselter Edi Jäger dem Publikum, während er die Entwicklung des Kneitzelwanger Stierkampfes zwecks Ankurbelung der vorweihnachtlichen Kneitzelwanger Wirtschaft beschreibt. Auch seine lachmuskelzerrenden Tipps für (Kirchen)Seltengänger – bitte keinen Applaus, nicht Schunkeln, nicht Essen – waren alles andere als besinnlich. Dagegen wirkte die melancholische Wiedergabe von „Boulevard Of Broken Dreams“ von Stefan Schubert und Band beinahe gesegnet.

Es war auch dieses ständige hin und her zwischen beißend-humorvoller Weihnachtssatire und großartigen Interpretationen von bekannten und unbekannten Weihnachtsliedern, die das Publikum keine Sekunde aus ihren Bann ließen. Jäger berichtete von gescheiterten Nikolausbesuchen, die Band konterte mit „Let It Snow“. Jäger beschrieb eine kriminelle Weihnachts-Einkaufstour, was die Band postwendend mit einem berührenden Song von John Lennon beantwortete. Dazwischen saßen die Zuhörer, fest eingekeilt zwischen gefühlvoller Musik und witzigen Geschichten rund um die stille Zeit des Jahres.

Pseudo-festlich war an diesem Abend auch der der in allen Farben leuchtende und blinkende Bühnenschmuck, wie er dieser Tage in der Auslage eines jeden xmas-gestylten Shopping-Centers zu finden ist. Erst inmitten der Authentizität der vier Künstler wurde dem Zuseher bewusst, wie grotesk die psychedelischen Lichtspiele, die uns beim Einkauf auf Schritt und Tritt verfolgen, in Wirklichkeit sind.

 

 











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