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04.05.06 - 14:09 Uhr

Bezaubernder Abend


Ein virtuoses Salzburger Mozart Ensemble und eine brillante Hege-Gustava Tjønn, die sich im kleinen Rahmen des Emailwerks sichtlich wohl fühlte, ließen im Veranstaltungssaal eine Nähe zu den Zuhörern entstehen, dass man kaum zu atmen wagte, um nur ja kein Detail zu verpassen. Das Publikum konnte sich am Abend des 3. Mais wirklich auserwählt fühlen, nur selten bekommt man die Gelegenheit, eine derart hochklassige Aufführung im so intimen Rahmen zu hören.

 

Wer erleben durfte, wie anmutig und subtil Hege-Gustava Tjønn ihre Stimme gebrauchte, hegte keine Zweifel, dass die begnadete Sopranistin ihre Auszeichnung als „Beste Sängerin Norwegens“ (Königin Sonja Internationaler Musikwettbewerb 1997) zu Recht trägt. Die sehr präzisen und zugleich voluminösen Koloraturen beeindruckten das Publikum dabei in gleicher Weise, wie das charmante Lächeln der Sängerin es bezauberte. Man konnte schlicht nicht anders, als sich von den warmen Tiefen und den klaren und klangvollen Höhen fesseln zu lassen.

Die Begleitung durch das Salzburger Mozart Ensemble war gleichermaßen feinfühlig wie durch seine Exaktheit bestechend und erweckte den Eindruck, als würde das Ensemble bereits seit Jahren mit Hege-Gustava Tjønn auftreten. Die hochklassige Formation (Violine: Harald Herzl, Violine: Wonji Kim, Viola: Werner Christof, Violoncello: Barbara Lübke), die aufgrund der vielen internationalen Auftritte von der Presse gerne als „Botschafter Mozarts“ bezeichnet werden, unterstrich auch an diesem Abend ihren hohen künstlerischen Anspruch. Im zweiten Teil des Konzerts („Rosamunde Quartett“ von Franz Schubert), in dem die Musiker sozusagen unter sich waren, wurden die Zuhörer Ohrenzeugen einer erstklassigen und wohltuend lebendigen Darbietung, bei der die Künstler ganz in Ihrer Musik versanken.

 











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