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15.05.06 - 11:32 Uhr

Volles Haus bei a cappella3


Die a cappella Tage im Emailwerk (11. – 13. Mai) übertrafen wieder einmal alle Erwartungen. Der Besucherstrom reichte von voll bis berstend, die Zuhörer waren begeistert und die auftretenden Formationen drei Klassen für sich.

 

Schon der Auftakt durch „Femmes Vocales“ konnte nicht besser laufen. Die vier Damen bannten das Publikum mit gefühlvollen Melodien, einer wunderbaren Mischung aus Eigenkompositionen und hinreißend interpretierten Klassikern wie zum Beispiel „Sweet Dreams“ oder „Let The Soul Be Your Pilot“. Unter der musikalischen Leitung von Yella Schwarzer sangen sich die Künstlerinnen direkt in die Herzen der Zuhörerschaft. Die vier begnadeten Stimmen erreichten jeden Winkel des Emailwerks und entließen die Gäste, nach einem fulminanten Abend voller jazziger, gospeliger und popiger Klänge, mit einer herzzerreißenden Interpretation von „And So It Goes“ wieder in die reale Welt – leider.

Beinahe unfassbar war, welche Perfektion, welches Volumen und wie viele Spielarten die Gruppe „triu“ mit lediglich drei Mitgliedern über die Bühne brachten. Barfüßig war hier lediglich der Auftritt, denn die drei Vollblutsänger ohne Schuhwerk sangen Arrangements aus verschiedenen Kontinenten und Pop-Folk jüngeren Datums mit einer Leichtigkeit und Feinfühligkeit, dass es den Zuhörern heiß und kalt über den Rücken rann. Was „triu“ aber wirklich außergewöhnlich macht: trotz der stimmlichen Perfektion verstanden es die drei Vollblutmusiker zu keinem Zeitpunkt steril zu wirken, sondern im Gegenteil viel Freiraum für situative Interpretationen zu lassen – eine wohltuende Perspektive im Digitalzeitalter und ein Beweis wahrer Meisterschaft.

Der mehr als würdige Abschluss von „a cappella3“ wurde von Österreichs wohl bekanntester Vokalformation „Die Echten“ vollzogen. Schwerste Geschütze in Sachen Bühnenshow, perfektem beatboxing und schnellem Humor wurden gegen das Publikum aufgefahren. Die drei Sänger und eine Sängerin feuerten umgebaute Schlager, gespielte Einlagen und quasi Trauriges aus allen Rohren auf ihre Zuhörer, die oft noch am letzten Lacher kauten, als sie schon vom nächsten getroffen wurden. „Die Echten“ beweisen, dass Unterhaltung nichts mit Oberflächlichkeit zu tun haben muss. Mit Nummern wie „Da Sandler Von Fischamend“ (Son Of A Preacherman) oder „Heast Do Bodt Scho Ana“ (Gimme Hope Joanna) brachten die Stimmprinzen Zwerchfelle zum kollabieren und den Saal zum Kochen.

 











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