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26.05.06 - 13:05 Uhr

King Size Brass


Anlässlich des Konzerts von mund.ART Brass Quintet Vienna am 25. Mai fand sich die Creme de la Creme der lokalen und Salzburger Brass-Szene im Emailwerk ein. Die Experten begeisterten sich für Exaktheit und Schwierigkeit der Darbietung, den Laien blieb einfach der Mund offen stehen. Einig war man sich über den Abend: spannenderen und virtuoseren Brass hatte bislang noch keiner gehört.

 

Einen weit vorauseilenden Ruf rechtzeitig wieder einzuholen und demselben bei einem Live-Konzert auch noch gerecht zu werden ist mitunter eine Herausforderung – nicht für mund.ART. Die fünf Musiker gebrauchten Ihre Instrumente mit einer Raffinesse, dass einem schwindlig wurde und entlockten ihren blechernen Armverlängerungen Klänge, die zumindest das weniger brass-erfahrene Publikum nicht für möglich gehalten hätte.

Die einführende „Sascha Peres Fanfare“ sowie das nachfolgende, eigens für mund.ART gesetzte „Reinhard Süss Quintett“ stürzten das Publikum ohne Aufwärmphase gleich mitten ins Geschehen. Trotz der unheimlichen Komplexität der Stücke sorgte die Exaktheit der Ausführung stets für ein harmonisches Gesamtbild, das dem Publikum ungefiltert unter die Haut drang.

Der Versuch mund.ART einer bekannten Spielrichtung zuzuordnen, scheitert bereits im Ansatz. Die fünf Profimusiker (Rainer Küblböck: Trompete, Wr.Symphoniker/Alfred Gaal: Trompete, Wr.Staatsoper/

Andrej Kasijan: Horn, Vereinigte Bühnen Wien/Walter Voglmayr: Posaune, Wr.Symphoniker/Alexander Rindberger: Tuba, Wr.Burgtheater) haben ihr eigenes Revier abgesteckt, in dem zwar neben Werken befreundeter, ausschließlich österreichischen Komponisten auch Interpretationen klassischer Literatur Platz finden, aber eben Interpretationen nach mund.ART.

Wer diesen Abend im gut gefüllten Veranstaltungssaal des Emailwerk genießen durfte, wird über das Thema Blechblasmusik wohl nie mehr so denken wie vorher – ungeachtet dessen, welche Assoziationen vorher damit verbunden wurden.

 

 











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