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11.12.06 - 10:12 Uhr

Hand in Hand


Am 08. Dezember traf im Emailwerk eine unvergessliche Kindergeschichte mit einem alten Namen der österreichischen Musikgeschichte zusammen. Im Jahr 1985, als das Kinderbuch „Die Geggis“ von Mira Lobe und Susi Weigl erstmals erschien, traten auch die Schmetterlinge, bis dahin als sozialkritische 68er-Band bekannt, erstmals als Kindertheater-Formation auf.

 

Rund hundert Kinder saßen auf Polstern und Jacken vor der Bühne und warteten voller Spannung auf die Geggis. Dahinter ungefähr noch mal so viele Eltern die ein Auge auf Ihre Sprösslinge und eines auf die Bühne warfen und darunter noch ein paar Großeltern, die mit dem Namen Schmetterlinge noch etwas ganz anderes verbanden als Kindertheater. Alles in allem also Kinder in jedem Alter.

 

Genauso zeitlos wie das Publikum ist auch die Geschichte der Geggis. Letztendlich geht es um Vorurteile und Ausgrenzung und um zwei kleine Helden. Denn während sich Sumpfgeggis und Felsengeggis traditionell nicht ausstehen können, bleibt den beiden Junggeggis, die sich justament beide verlaufen haben, vorerst einmal nichts anderes, als sich gezwungenermaßen kennen zu lernen. Dass sich die eingetrichterten Vorurteile dabei rascher als ein Wahlversprechen in Luft auflösen, liegt im unhaltbaren Charakter von beidem.

 

Die liebevolle Inszenierung der Schmetterlinge erzeugt durch die ständige Nähe aller Protagonisten zum Publikum eine sehr bewegende Echtheit. Fast wie im Stil eines Straßentheaters werden nicht nur die Schauspieler, sondern auch die Musiker irgendwann Teil der Kulisse und somit Teil der Geschichte.

 

Ohne Pomp, ohne Kitsch, aber mit sehr viel Raum für Fantasie, berühren die Schmetterlinge ihr junges Publikum. Und so, wie die Geggi-Stämme in der Geschichte ihrer Dummheit letztendlich einsichtig werden, haben wir Erwachsenen auch eine Chance…

(mw)

 











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