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04.02.07 - 14:00 Uhr

Mit dem Schnuller auf dem Poesieschiff


Der Veranstaltungssaal des Emailwerks zeigte in den letzten eineinhalb Jahren schon viele Gesichter, hörte viele Klänge, Worte und sah auch eine Flut von Bildern, doch dass ein ganzes Schiff mitten im Veranstaltungssaal strandet, kann durchaus als Novität bezeichnet werden.

 

„Theater für Klein- und Kleinstkinder“, so der Anspruch des Festivals, welches das Toihaus Salzburg ins heurige Programmheft gesetzt hat. Eine Vielzahl von Gastspielen trägt das hochinteressante Programm von internationalen Kindertheatermachern auch ins Salzburger Land.

 

Was als gewagtes Experiment begann, wurde eine Erfolgsprojekt mit überwältigendem Zuspruch. Es scheint tatsächlich nie zu früh zu sein, Kinder in die mitunter bezaubernde Welt des Theaters einzuführen. Die Nachfrage nach den limitierten 40 Karten pro Vorstellung war derart groß, dass der Kulturverein Kunstbox plant, noch zwei weitere Vorstellungen im April oder Mai anzubieten.

 

Zweimal war das Schiff prall gefüllt mit staunenden Kinderaugen, aus dem Mund rutschenden Schnullern, mit einer knisternden Aufmerksamkeit und mit, nicht minder im Zauber gefangenen Müttern, Vätern und Betreuungspersonen.

 

In dem Stück von Agnés Desfosses UNTER DEM TISCH für Kinder von 1 ½ bis 5 Jahren wird jede anwesende Person ins Geschehen mit einbezogen, keiner bleibt außerhalb des Schiffs, es werden alle mitgenommen auf eine Reise mit Meeresjungfrauen und –jungmännern, mit süßen Kugeln gefüllten Muscheln, die scheinbar vom Wind getragen den Kindern zugetrieben werden, weißen Papierschiffchen, die verspielt auf der vermeintlichen Meeresoberfläche tanzen und akrobatischen Einlagen der beiden jungen SchauspielerInnen und TänzerInnen (Thomas Beck und Dorit Ehlers), die die Kleinsten mitunter auch zu Lachausbrüchen anregen.

 

Durchsetzt von kindgerechten visuellen Miniaturen gab es an jeder Ecke etwas zu staunen und zu entdecken. Gefühlvoll begleitet von Geige, Kontrabass und Stimmen, entstand auch immer wieder ein harmonischer Dialog zwischen den MusikerInnen Herbert Pascher (Cello) und Gudrun Raber-Plaichinger (Geige) und den SchauspielerInnen.

 

Man kann dem Toihaus Salzburg zu diesem Festival nur von Herzen gratulieren.

 











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