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09.07.07 - 14:53 Uhr

Unendlich spannend


Das Allerallerschönste an einer open stage ist, man weiß nie, was man kriegt. So war auch die open stage am 05. Juli im Emailwerk wieder eine typische welche: bunt, alterslos und lautleise.

 

Es gab wieder mal querbeet mit einem guten Schuss Vielfalt. Die erste Band, drei Burschen mit dem Bandnamen „Me and John“, die die Gitarrenhälse so gierig abgriffen, wie ein Koala seinen Eukalyptusbaum und die an der Bar noch kein Bier trinken dürfen, lieferten eine Performance, die bereits sehr eigenständig war. Vokal und instrumental hat das Trio tolle Anlagen und wird wohl bei guter Führung, sehr bald in größeren Hallen Einlass begehren - und auch erhalten.

 

Numero due sprengte mit acht Aktivisten inklusive ihren Instrumenten beinahe die Bühne. Die Gruppe „Waiting for Violin“ rockte mit einer wohltuend alternativen Instrumenten-Zusammenstellung mit Geige und Querflöte. Der daraus resultierende Sound war nicht unkonventionell, aber doch eine frische Abwechslung zur Standardbestückung. Zwei überaus engagierte Sänger verpassten den Stücken sehr viel Leidenschaft und veranlassten das Publikum zu tanzähnlichen Bewegungen an ihren Stehtischen.

 

Der nächste Künstler hatte gar seinen eigenen Herold dabei. Kaum auf der Bühne Platz genommen und die Gitarre eingeklemmt (Er), wurde der Solist, dessen Lied (Drop A Seed) und das gemeinsame Anliegen (The World Needs A Mother) der Zuhörerschaft vorgestellt (Sie). Es folgte ein berührender Song, über einen Blumensamen, der sich trotz widrigster Umstände zum Keimen entschieden hat – peace.

 

Den Ausklang fand diese open stage mit einer Stilrichtung, die bisher noch in der langen Liste fehlte. Waschechte Country&Western Songs, aus einer stilecht rauen Kehle, ließen vor dem geistigen Auge des Publikums eine ganze Büffelherde durch die nordamerikanische Prärie in den Sonnenuntergang galoppieren.

 

Das neue Singer&Songwriter-Konzept der open stage hat diesem Format noch zusätzlich ordentlich Drive gegeben (auch wenn der Cowboy etwas gemogelt hat), bunter, spannender und kurzweiliger geht’s wirklich nicht. Hugh - ich habe gesprochen.

(mw)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 











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