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24.08.07 - 10:04 Uhr

Die Energie des Subtilen


Die o-ton vocal days im Emailwerk in Seekirchen haben ihre Stimme erhoben. Der erste Abend gehörte dem Ensemble „triu“, drei Vokalkünstlern aus dem östlichen Österreich, die sich mit Herz und Stimme dem Ungekünstelten verschrieben haben – und das in der denkbar reizvollsten Weise.

 

Viele Vokalisten, die mit Mikros arbeiten, bedienen sich der langstieligen Helfer wie eines Vergrößerungsglases. Sie verwenden die elektronische Kraft wie ein Schmied, der mit Hammer und Amboss etwas Neues formt. Das kann durchaus seinen Reiz haben.

 

Die drei Stimmkünstler von triu gebrauchen die Mikrofone wie schöne Füllfedern, mit der Sie einen Brief auf elegantes Papier schreiben. Die Arrangements der Gruppe umwerben die Gehörgänge des Auditoriums mit ehrlichem Gefühl und Subtilität. Befreit von akustischen Maschen und Rüschen, losgesagt von Show und Effekten, stehen drei Menschen auf der Bühne, die Gesang meinen. Die warme Sympathie und das aufrichtige Lachen, mit dem Maria Augustin, Hubert Sandhofer und Ali Foeger Liebeslieder aus Afrika, Stücke von Norah Jones, Charles Aznavour oder den Neville Brothers interpretierten, ließen viel Raum zum Zuhören und Spüren.

 

Die vokale Rollenverteilung lautete zumeist: Einer Text, zwei Begleitung - und wechselte in der Gruppe von Stück zu Stück. Besonders auffällig war dabei die Feingliedrigkeit und Sensibilität der begleitenden Stimmen. Kein brutales Beatbox, wie es von manchen A-cappella-Formationen inflationär gebraucht wird, sondern ein feinfühliges Zugesellen zur Textstimme, beinahe wie ein Untertitel in einer besonders melodiösen Sprache.

 

Triu bereitete seinem Publikum künstlerisch wie menschlich einen unvergesslichen Abend, den Künstler und Zuhörer nach dem Konzert in der foyer:bar noch zusammen ausklingen ließen. Genau so soll ein A-cappella-Festival beginnen.

(mw)

 











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