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27.08.07 - 12:00 Uhr

o-ton vocal days 2007


Von allen Möglichkeiten der Audio-Wiedergabe ist der Gesang, ist Singen wohl die intimste. Sich auf eine Bühne stellen und seine Stimme preisgeben, setzt Mut voraus, ein großes Herz und eine gute Portion Leidenschaft. Jene, die es tun, ob professionell oder als Hobby, die haben etwas gut. Sie schenken ein Stück Ich und gestalten damit ein Stück Tag etwas schöner. Aber auch jene, die kommen um zuzuhören, drehen die Weltlichtbirne um ein paar Watt hinauf. Und deswegen, genau aus diesem Grund, sind solche kleinen Festivals wie die o-ton vocal days wichtig.

 

Es waren nur drei Konzertabende und vier Seminartage, nur ein paar Stunden, an denen sich im Emailwerk in Seekirchen ein paar hundert Gesinnte zusammenfanden, um zu singen, um zu lernen, um sich gemeinsam auf die Bühne zu stellen und um zuzuhören. Aber in dieser kurzen Zeit sind wunderschöne Eindrücke und Erinnerungen entstanden.

 

Nach drei fantastischen Konzerten und vier spannenden Seminarthemen für Gesangsbegeisterte kam es am Sonntag zum Showdown der SeminarteilnehmerInnen. Aufgeladen mit dem verdichteten Wissen und der ungezügelten Euphorie von vier Seminartagen, liefen die SängerInnen im Sturm auf den ideellen Höhepunkt der o-ton vocal days zu.

 

Den Anfang machte eine Fünferformation, die unter der Leitung von Beatbox-Experte Stefan Padinger (Pop Vox) ein Rap-Nummer mit Beatbox-Begleitung ins Publikum schoss, dass man schon beim bloßen Zuhören eine Knoten in die Zunge bekam. Nächstens kam Maria Augustin (triu) mit den Teilnehmerinnen ihres Seminars „Stimmenparty“. Die Mädels zeigten der entflammten Zuhörerschaft, was Frauenpower wirklich bedeutet. Nach ein paar hinreißenden Stücken, verabschiedeten sich die Evastöchter mit einem Kraftjodler, der Minuten später immer noch im Emailwerk nachhallte.

 

Jeannine Rossi (Pop Vox) brachte mit ihren Seminaristinnen (Move&Groove) zwei HipHop- Nummern, bei denen man nur schwer glauben konnte, dass die komplizierten Choreographien in nur drei Tagen einstudiert wurden. Diese Ladygroup trat den Beweis an, dass a) Frauen schneller lernen als Männer und b) niemand eine Superstar-Casting-TV-Serie braucht, wenn man eine Jeannine Rossi hat.

 

Den Finalauftritt gestaltete der schrille Pop-Professor Mani Mauser (Pop Vox) mit seinem Seminar „The Jam Is On“. Er füllte die Bühne mit 26 Menschen (alles Laien wohlgemerkt) und ließ sie Stücke wie „As Time Goes By“ und den berüchtigten „Border Song“ singen, als ob sie nie etwas anderes getan hätten – einfach so. Es ist unglaublich, was Mensch und Chorleiter in so kurzer Zeit zustande bringen, wenn alle motiviert und bei der Sache sind. Mani Mauser setzte damit einem großartigen a cappella Festival ein bewegtes und bewegendes Ende. Leider. Und leider erst in zwei Jahren wieder…

 

 











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