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19.01.08 - 12:56 Uhr

San koane Geig’n do?


Auf diese Frage von Konstantin Wecker gab es bei der ersten open stage 2008 im Emailwerk ein eindeutiges und lautes DOOOCH als Antwort. Geigen waren auf der Bühne, hingen im Raum und wurden begleitet von Gitarren, Flöten, Schlagzeug, Sängern, Bässen und und und...

 

Es war ja beileibe nicht die erste open stage und doch gab es wieder Neues zu entdecken. Neue Instrumente, neue Gesichter, neuer Sound - und neues Publikum.

 

Als erstes besetzte die Salzburger Gruppe „Systematic Errors“ mit vier Musikern und einer Sängerin die Bühne. Der Stil zeigte Parallelen zu REM und ruhigeren Nummern von Pearl Jam und rann die Ohren hinunter, vorbei am Stammhirn direkt in den Bauch. Einige Zuhörer begannen sich nach einem alten Ledersofa zu sehnen, in das man sich ungeniert hineinlümmeln konnte, um die Lieder als volle Breitseite ab zu bekommen, andere überließen die Kontrolle dem vegetativen Nervensystem und bewegten sich, mehr unbewusst, zu den mal schmeichelnden, mal packenden Rhythmen.

Der zweite Act war eine One-Woman-Show und reizte das Wort Kontrastprogramm richtig aus.

 

Wo gerade noch ein Rudel Jungvolk die Bühne beanspruchte, stand nun eine Frau mit ihrer Gitarre und erinnerte im Klang ein wenig an eine Mischung aus Mercedes Sosa und Günter Timischl von STS. Ohne jegliche Nervosität, aber mit umso mehr Leidenschaft spielte und sang die Musikpoetin Maria Rehrl aus Mundenham eigene Kompositionen, die allesamt Kraft und positive Energie ausstrahlten. Man konnte die Liebe von Maria Rehrl zu Ihrer Musik förmlich spüren, zumal sie während ihres Auftritts die Musiker im Publikum einlud, sich, bei Interesse, bei ihr Zwecks gemeinsamen Musizierens und Klänge Entdeckens zu melden.

 

Die dritte Band mit Mitgliedern aus Mondsee und Umgebung ging bei den open stage Abenden im Emailwerk bereits in die dritte Runde. „Waiting for Violin“ sorgte ob ihres Sounds, aber auch wegen der Instrumentenvielfalt, schon bei den ersten beiden Malen für Aufmerksamkeit. Da die Gruppe aber nun einen Violinisten samt Instrument gefunden zu haben scheint, ist der Bandname jetzt wohl obsolet und man könnte in „Looking for Harp“ umtaufen. Wo das enden wird weiß keiner, die Performance der Musiker und Sänger ist aber jetzt schon mehr als vielversprechend. Es WAREN Geigen da, zumindest eine, und es war wieder einmal ein toller Abend.

 











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