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20.01.08 - 11:05 Uhr

Verführt und versunken


Die Akustik des Emailwerks eignet sich perfekt für klassische Musik. Das Ensemble Col Basso, bestehend aus Mitgliedern des Mozarteum Orchesters, stand dieser Perfektion nicht einen Ton lang nach. Das Spiel der acht grandiosen MusikerInnen verführte Klassikfans und Laien gleichermaßen.

 

Das Divertimento in F-Dur KV 138, mit dem das Ensemble Col Basso den Abend eröffnete, ist eines der früheren Streichquartette Mozarts. Die anwesenden Freunde der klassischen Musik wussten, dass dieses Stück, wie fast alle frühen Divertimenti Mozarts, nur selten zu hören ist. Dieses Wissen und die fabelhafte Wiedergabe durch das Ensemble Col Basso verliehen dem Abend gleich zu Beginn den richtigen Glanz.

 

Der Salut’amour (Liebesgruß) von Edward Elgar, folgte als zweiter Programmpunkt. Die Bearbeitung für vier Streicher, ließ die ohnehin schon entzückende Melodie dieses Stücks noch etwas leichter und liebevoller erscheinen, als der Originalsatz für Violine und Klavier.

 

An einem Abend, an dem ein großartiges Werk dem nächsten folgt, und die Musiker nicht daran denken hinter den Werken zurück zu bleiben, fällt es schwer von einem Höhepunkt zu sprechen. Richard Strauss’ Sinfonische Dichtung „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ in der Bearbeitung von Franz Hasenöhrl („Till Eulenspiegel einmal anders“), hat beim Publikum jedenfalls begeisterten Anklang gefunden. Die amüsante Fassung war sehr lebendig, als wollte das Ensemble Col Basso (hier in voller Besetzung), den schelmischen Geist direkt im Emailwerk heraufbeschwören.

 

Die zweite Hälfte des Abends widmeten die Musiker Franz Schubert, genauer gesagt, seinem Oktett in F-Dur 803-op. Post. 166. In diesem, über einstündigen, Werk zeigte das Ensemble noch einmal deutlich, dass es zu den besten klassischen Formationen zählt, die in Österreich zu hören sind. Und dieser Anspruch, ist in unserem Musikland ein außerordentlich hoher.











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