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24.05.08 - 14:08 Uhr

Perfekt skurril


Die Menschen, die am zweiten Tag des Miniatur-Festivals Acappellahochdrei zum Konzert der Kärntner Formation mit dem klingenden Namen "Die Neffen von Tante Eleonor" erschienen sind, hatten sicherlich kein Kärntnerlied erwartet. Bekommen haben sie aber doch - und wie. Die vier Sänger aus dem Lavanttal sind nämlich waschechte Kärntner - die können gar nicht ohne. Aber wie das in deren Interpretation dann klang, das war alles andere als kärntnerisch. Auch eine Interpretation von den wichtigsten Kinderliedern stand auf dem Programm - samt Einführung in alle gängigen Jugendkultur-Szenen und -Sprachen.

 

Richtig gut sind "Die Neffen von Tante Eleonor" immer dann, wenn der Humor in die absolute Schräglage kommt: Schon mal eine Ode an unser geliebtes Europa gehört? Das sind die großen Momente der Show, in denen sich "Die Neffen" in knappster Zeit von einer Rolle zur anderen singen, in einem wilden Wechsel aus Klamauk, Pop und Klassik, Schwachsinn und Groove - davon kann man gar nicht genug kriegen.

 

Die beiden Brüderpaare beherrschen auch die große Kunst, aus einem riesigen Pool skurriler Ideen zu schöpfen, ohne sie all zu inflationär oder deplatziert in die Musik einzubauen. Aber richtig bewundernswert ist zweifelsohne der punktgenaue Einsatz von Talenten.

Sei es die warme Stimme von Christoph Schmid, sei es die "Ich-mach- die-Frauen-schwach"-Ausstrahlung von einem der beiden Murke-Brüder, die man sowieso nicht auseinander halten kann, sei es der unglaubliche Groove vom Rhythmiker. Mouth-Percussionisten und Beatboxer Thomas Schmid.

 

Ein Abend mit viel Tempo und Humor - die Besucher haben’s den Kärntner mit tosendem Applaus vergolten...

(lf)

 











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