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26.05.08 - 10:51 Uhr

Nonverbales Vokales


Der dritte und letzte Act der a cappella3-Tage im Emailwerk Seekirchen, wurde vom Trio Mauf besungen. Das Publikum erlebte Vokal-Instrumental und Beatboxing vom Allerfeinsten, eingebettet in eine wörtlich animierende Bühnenshow.

 

Natürlich wurde auch gesungen, echte Worte in richtigen Texten, zumeist in lupenreiner Hip-Hop-Verpackung. Aber den gnadenlosen Drive erzeugten die drei VokalkünstlerInnen, wenn sie zu ihren „Instrumenten“ griffen. Unterstützt von zwei kräftigen Subwoofern jagte Mauf Beats durch das Unterholz, dass es auch in den hintersten Sitzreihen noch auf der Brust trommelte.

 

Besonders beeindruckend war die Präzision, mit denen Verena, Cristal und Fii untereinander agierten. Die Gruppe ist perfekt auf einander eingespielt und auf der Bühne ständig in Bewegung, was den Songs noch zusätzlichen Ausdruck verleiht.

 

Und als ob drohende, bassgesteuerte Herzrhythmusstörungen im Publikum noch nicht genug gewesen wären, setzte Fii als Oberanimateur von Mauf zusätzlich alles daran, auch den letzten Hintern aus dem Sitz zu holen und in Resonanz zu einem mörderischen Beat schwingen zu lassen. Es ging teilweise ganz schön turbulent zu im Auditorium und stellenweise schien der Platz zwischen den Tischen für den einen oder anderen, vom Zuhörer zum Tänzer mutierten, Konzertgast, gar etwas eng zu werden. Das tat dem Zucken im jungen und älteren Gebein aber keinen Abbruch und so wurde unter der feurigen Anleitung von Mauf weiter gewedelt, geräuscht und gewackelt – und das alles ohne Aufpreis.

 

Mauf kombinierte an diesem Abend Gesang, Beat und Bewegung zu einer fetzigen Show, die das Publikum richtig in die Gänge brachte und setzte damit einen, gottlob nicht würdevollen sondern vibrierenden, Schlussstrich unter a cappella3 2008, der wohl noch etwas nachhallen wird. Da soll noch einer sagen, a cappella wäre nicht etwas für Jederfrau und Jedermann.

(mw)

 











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