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02.06.08 - 11:04 Uhr

Garzeit für 300 Sambatänzer: 3 Stunden 10 Minuten


Luftfeuchtigkeit 95%, Bodentemperatur 33 Grad Celsius, Puls 98. So waren die Bedingungen im Emailwerk, fünf Minuten nachdem Tudo Bem den ersten Takt geschlagen hatte. Brasilien hielt Einzug, zuerst die Rhythmen, dicht gefolgt von den Witterungsbedingungen. Rund 300 Trommel- und Tanzbegeisterte verwandelten das Emailwerk in Rio-Downtown.

 

Die Kunstboxer waren ja auf einiges vorbereitet. Dass aber gleich der Maximum Case eintreten würde, wagte niemand zu hoffen. Für die 300 Besucher der Rhythmusnacht der Brasilpercussion-Gruppe Tudo Bem, ließen die Trommler unter der Leitung von Ari Glage die Hände fliegen. Das Emailwerk kochte über vor Temperament und südamerikanischem Lebensgefühl. Und das Publikum unterstützte Tudo Bem und die beiden Sambatänzerinnen mit zuckenden Hüften und feurigem Applaus, nach jeder Nummer. Der Ansturm sorgte nicht nur bei Besuchern und Künstlern für ordentliche Action. Eine nachfragebedingt völlig überforderte Eismaschine rang ebenso nach kalter Luft, wie das Team der foyer:bar und die Kunstboxer, die alles daran setzten, dem überhitzten Publikum, in der Pause und nach der Vorstellung, das Blut mit Caipirinhas wieder auf Normaltemperatur zu senken. Mit den heißen Trommelrhythmen im Rücken, ein fast aussichtsloses Unterfangen. Die Mitglieder von Tudo Bem trommelten, als wollten sie alle Urwaldgeister Brasiliens gleichzeitig heraufbeschwören, was Yemanjá sei Dank nicht gelang, denn die hätten allenfalls noch auf dem Dach des Emailwerk Platz gefunden. Erst nach über drei Stunden waren alle schön durch und forderte der siedende Einsatz von Tudo Bem seinen Tribut. Die Percussionisten spielten sich, umringt vom Publikum und begleitet von Applaus, selbst aus dem Saal, der wohl noch eine zeitlang nachglühen wird.

(mw)

 











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