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13.09.08 - 12:25 Uhr

Mi casa est su casa…


...sprachen die Kunstboxer am 11. September wieder einmal. Und das verhallte nicht ungehört. Fünf Formationen bespielten des Emailwerk und ein offenes Publikum bei dieser open stage. Leider mussten, wegen der großen Nachfrage, ebenso viele Bands ihre Performance auf den nächsten Termin verschieben. Die Resonanz auf das Singer/Songwriter-Format der open stage im Emailwerk ist groß und wächst zusehends.

 

Stellen sie sich vor, Bob Dylan und Leonhard Cohen wären ein und dieselbe Person. Und jetzt stellen sie sich noch vor, die beiden hätten stimmbruchlos pubertiert. Dann haben sie eine ungefähre Ahnung, aus welcher musikalischen Ecke Phillip von Radstadt nach Seekirchen angereist war. Seinen Eigenkompositionen und auch die Covers gab der Solist so weich und gefühlvoll wieder, als bestünden seine Texte ausschließlich aus Vokalen und Herz. Ein akustische Angelrute für Verliebte und Romantiker.

 

Ganz anders Andreas Klinger, der nächste Sologitarrist auf der Emailwerkbühne. Er bewies mit seinen Stücken große Eigenständigkeit und starkes kreatives Potenzial in seinen Texten. Der Versuch, Andreas mit einem bekannten Musiker zu vergleichen, ist in jedem Fall unvollständig, was für seinen individuellen Stil spricht. Vielleicht Creedence Clearwater, aber ohne Revival mit einem Schuss Choplin ohne Janis, aber ebenso rauchig.

 

Der Revoluzzer des Abends, und so was braucht jede open stage, war zweifellos Paul Plut aus Ramsau. Ein Blick auf die Bühne reichte, um zu wissen, dass er seine Musik sehr intensiv durchlebt. Sein Stil ist außergewöhnlich und sehr vertraut zugleich. Kantiger, direkter Sprechgesang, fast fiebrige Akkorde. Paul selbst lässt kurz fallen, in welche Richtung sein musikalischer Kompass zeigt - Tom Waits.

 

Nächstens waren zwei Seekirchner Lokalmatadore an der Reihe, die mit der Beherrschung ihrer Instrumente schwerst beeindruckten. Christian Rapp

(Gitarre) und Admir Zukancic (Bass) spielten zur wohltuenden Abwechslung ihre Stücke in Deutsch, darunter Balladen in denen viel Ausdruck und Persönlichkeit steckte.

 

Den Abschluss dieser open stage bildete eine vierköpfige Band aus Salzburg mit dem Namen SWAG, abgeleitet von Bandleader und Sänger Stefan Wagner. Von Swag hörte das Publikum klassischen Bandsound, mit bereits qualitativ professionellen Ambitionen. Sehr gutes Zusammenspiel der Instrumente, ausgebildete Stimme und sehr harmonischer und stimmiger Charakter des Sounds und der Texte.

 

So hatte auch diese open stage wieder die herrliche Eigenschaft in keine Schublade zu passen, blendende Aussichten für die nächste Auflage am 22. Januar 2009…

(mw)

 

 

 

 

 











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