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18.10.08 - 17:30 Uhr

Luftschwimmen für Anfänger


"Ganz am Anfang habe ich versucht, in der Luft zu schwimmen", sagt Anna Rubin. So ist sie zum Drachen bauen gekommen, sagt sie. Um mit dem Wind zu tanzen, denke ich. "Drachen sind dafür gebaut, dass der Himmel durchstrahlt“, meint sie, die Drachen-Künstlerin. Also Licht und Wind? Mehr will ich gar nicht interpretieren, denn die Arbeiten der Luftschwimmerin sprechen für sich selbst. Dabei habe ich nur den Katalog angesehen, denn Anna Rubin hat keine Ausstellung bei uns (leider). Zudem: wie stellt man sich eine Drachen-Ausstellung vor?

Die Objekte in den Himmel gehängt? Ich weiß es nicht - und sehe ihr fasziniert zu, wie sie mehr als 20 Kindern ihre Kunst vermittelt. Wie sie den ungestümen kleinen Händen beibringt, mit dünnem, durchscheinenden Papier umzugehen, Lust an den Farben weckt und Schritt für Schritt die aufmerksamen Kleinen begleitet bis zu dem Punkt, an dem sie schon am liebsten angekommen wären: beim Fliegen.

 

Den Drachen fliegen lassen, jetzt, im Herbst, wie alt ist diese Tradition eigentlich schon? Meine Kindheit taucht vor mir auf, ich kann das Drängen der jungen Drachenbauer förmlich in mir spüren. Hier entsteht etwas, das sich in den Himmel heben wird. Himmel und Landschaft, Fliegen und Leichtigkeit. Zarte Gebilde aus Papier und Bambus trotzen der Schwerkraft und spielen mit dem Wind. Die Kinder fühlen das und geben sich beim ersten "AusFlug" ihrer Drachen exzessiv diesem Spiel hin. Windkinder. Eine wunderbare Erfahrung.

 

„Ich baue einen Drachen, ich lasse ihn fliegen - und wenn ich dann in den Himmel schaue und den Drachen dort sehe, hat ein Teil von mir doch fliegen gelernt“ (Anna Rubin)

(lf)

 

 











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