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25.10.08 - 19:25 Uhr

Es fliegt - es fliegt - es fliegt...


...ein Kegel. Dieser Ulf ist ganz schön verwegen. Stellt sich, völlig ungeschützt, mit 21 Halbwüchsigen in einen geschlossenen Raum und lässt sie Dinge in die Luft werfen. Aber es ging alles gut. Als gelernter Artist und Tänzer weiß Ulf Kirschhofer, was er tut. Und mit einer guten Unfallversicherung in der Tasche ist eh’ alles nur halb so wild.

 

Die Mädels und Jungs, allesamt um die zehn Jahre, wußten nicht so recht, was an diesem Nachmittag im Emailwerk auf sie zukommt. Bisher sahen sie Jongleure in einer Zirkusmanege, hin und wieder im Fernsehen oder vielleicht auf der Straße. Jetzt stand da ein waschechter Artist mit Namen Ulf, zum Anfassen vor ihnen und sollte ihnen das Jonglieren beibringen. An einem Nachmittag? Nie und nimmer!

 

Aber ehe die Kids sich versahen, hatten sie schon Bälle in den Händen und folgten aufmerksam Ulf Kirschhofers Anweisungen. Der startete mit ganz einfachen Übungen, um seinen Nachwuchsjongleuren einmal zu demonstrieren, dass die Gegenstände in ihren Händen kein Eigenleben führen, sondern deren motorischen Befehlen durchaus gehorchen. Die Anfangs dennoch eher breite Kluft zwischen Theorie und Praxis sorgte für viel Gelächter und ausgelassenen Wirbel im Emailwerk. Einige übten vorsichtig und zaghaft, als hätten sie Mamas beste Vase in den Händen (Sie wissen schon, dieses uferlos hässliche Teil aus Meissen in blassblau). Andere schossen Bälle durch den Saal, gerade als ob Papa den heimlichen Auftrag erteilt hätte, das Ding endlich per Unfall loszuwerden...

 

Jedenfalls – es entwickelte sich. Alle hatten einen Riesenspaß und die Fertigkeiten der kleinen WorkshopteilnehmerInnen entfalteten sich zusehends. Im letzten Teil durfte schließlich jeder einmal ganz allein auf die Bühne und seine kürzlich angelernten Künste vor versammelter Mannschaft zeigen. Applaus gab es für jeden Einzelnen. Wieder zu Hause werden so manche Eltern nicht schlecht über die Kunststücke ihres Nachwuchses gestaunt haben. Und so manche Mama ging vielleicht gleich mal daran, das Familienporzellan auf den Dachboden räumen. Zur Sicherheit.

(mw)

 











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