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31.10.08 - 14:10 Uhr

Dem Regisseur ist nichts zu schwör


Der Workshop „Mein erster Oskar“, initiiert vom Kulturverein Kunstbox und ausgeführt vom Salzburger Sozial- und Kulturverein Spektrum, richtete sich gezielt an die etwas größeren Kleinen. Denn für den ersten eigenen Trickfilm ist schon ein bisschen Fingerfertigkeit und ein klein wenig Technikverständnis von Nöten. Kurze Starthilfe vom Fachmann und schon hieß es Klappe uuuuuuund ACTION....

 

Es drängt sich die Frage auf, warum Hollywood für jedes Machwerk ein Millionenbudget braucht, wenn das Ergebnis weniger geistreich ist, als die Shortcuts, die bei „Mein erster Oskar“ entstanden sind. Im direkten Vergleich ist der einzig logische Schluss, dass 99,7% der überseeischen Produktionskosten aus Schauspielergagen und dem Ankauf eines armeeschweren Waffenarsenals resultieren. Bei näherer Betrachtung so manch schauspielerischer Leistung können es eigentlich auch nur die Rüstungskosten alleine sein...

 

Wie auch immer – am 30. Oktober im Emailwerk war es ganz anders. 17 Teens mit Globes und Bambis in den Augen stürzten sich auf die Ausrüstung und kneteten erst einmal, was das Plastilin hergab. Denn statt Leonardo di Caprio und Jennifer Lopez ließen die Spielleiter Figuren aus Plastilin vor der geladenen Webcam wandeln. Und ehrlich – kein Vergleich. Umwerfend niedlich war zum Beispiel ein ballspielendes Schaf, das todesmutig in den Teich sprang, nachdem das Leder darin versunken war. Zum Schreien komisch, wie es in der Unterwasserwelt herumschwebte.

 

So lautete die Quintessenz des ganzen Workshops, dass Spaß, Fantasie und Teamwork noch allemal bessere Streifen ergeben als Geld und Geld.

Die Mitglieder von Spektrum pflasterten den Veranstaltungssaal des Emailwerks mit Laptops, Webcams und mannigfaltigem Zubehör und führten die hellwachen Kids Stück für Stück in den Kaninchenbau der Film- und Computerwelt. Schön war, dass die Regisseurlehrlinge von diesem Nachmittag gleich zweifach profitierten: Zum einen konnten sie sich kreativ austoben und nach Lust und Laune „drehen“, zum andern haben die Kids gelernt, wie das Prinzip Film funktioniert. Und eines ist sicher, den nächsten Trickfilm werden die Filmemacher bestimmt mit anderen Augen sehen.

(mw)

 











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