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23.01.09 - 15:57 Uhr

Bericht aus dem Talenteschuppen


"Sieben neue Nummern haben wir mitgebracht", meint Caro mit einem nervösen Lächeln auf den Lippen, "alles Eigenkompositionen. Und einen Bandnamen haben wir auch endlich: Mountains lead Nowhere“

 

Natürlich macht das neugierig, also warten wir gespannt auf den Beginn der mittlerweile elften openstage, der ersten im Jahr 2009. Mit rund 200 weiteren Gästen, zwei Drittel davon gehören der Fangemeinde von Caro, David und Alex an.

 

Wir berichteten ja schon bei open stage Nummer neun über das Debüt der beiden Talente, mittlerweile auf ein Trio angewachsen, was der Klangfülle bei den meisten Nummern gut tut. Ruhig kommen sie daher, die Songs, noch nicht ganz souverän vorgetragen, aber mit der nötigen Tiefe. Fragil wirken die Kompositionen, hin- und hergerissen zwischen dem Einfluss des lyrischen Songwriting und dem tieftraurigen Portishead-Sounds. David gibt nicht den Virtuosen, lässt aber manchmal seinen Spieltrieb von der Leine. Caros bemerkenswert starke, soulige Stimme und das mal filigrane, mal feurige Saitenspiel Davids verleihen dem Trio knisternde Eigenständigkeit.

 

Diese jungen Menschen haben ihre Pflöcke eingeschlagen. Vom Talenteschuppen zum ersten Album ist es nicht mehr so weit. Wir wollen hoffen, dass sich irgendwann ein Scout in eines der Konzerte der sympathischen Musiker verirrt.

 

Wie vielfältig das Singer/Songwriter-Genre sein kann, zeigte die junge noch etwas zaghafte Samantha mit ihren zwei Gesangsnummern, sich selbst am Piano begleitend. Nach dem Klassiker „Sunny“ präsentierte sie als zweites Stück eine Eigenkomposition, die am Ende in die Gospelrichtung tendierte und so die Zuhörer zum Mitklatschen animierte.

 

Die junge Formation um Hannes Marschallinger, die noch keinen Bandnamen hat, war das erste Mal auf der Emailwerk-Bühne vertreten. Nach anfänglicher Nervosität kehrte mit jedem Ton mehr Sicherheit ein und auch die Tempi innerhalb eines Stücks wurden nach und nach homogener.

 

Junge Stimmen, sehr viel Kreativität und eine erstaunliche musikalische Bandbreite waren an diesem Abend wieder zu hören, obwohl die grassierende Grippeviren zwei angemeldete Formationen kurz vor dem Auftritt zum Absagen gezwungen hat.

(lf,vf)

 

 











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