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02.02.09 - 12:30 Uhr

Präsentation KunstBox-Jahresprogramm 2009


Gut gewürzte Küche für die Kunst

 

"Wir haben einen Mehrwert für die Stadt Seekirchen geschaffen", sagen Verena und Leo Fellinger vom Emailwerk selbstbewusst. 10.000 Besucher sind eine schöne Bestätigung für einen guten Weg.

 

Von Reinhard Kriechbaum

 

21/01/09 Von Land-Art bis zum Kinderanimationsprogramm, von anspruchsvoller Vokalmusik bis zum Theater: Der Jahresrückblick im Kunsthaus Emailwerk fällt wieder imponierend aus. Zweitausend Besucher mehr als 2007, darauf kann man ebenso stolz sein wie auf 129 Veranstaltungen, womit man freilich von den personellen Ressourcen her an einen Plafond gestoßen sei. "Unser Ziel für heuer ist es nicht, diese Zahl noch einmal zu steigern", sagen Verena und Leo Fellinger und der unermüdliche "Chronist" der Emailwerk-Veranstaltungen, Markus Weilch.

 

Dass man die eigene Arbeit so gut dokumentiert, erklärt Leo Fellinger (der hauptberuflich für Auto-Marketing zuständig ist) auch mit dem Zugehen auf Subventionsgeber: Sie wissen, was da an Gutem und Fruchtbarem passiert. Und tatsächlich hat man im Emailwerk nicht zu klagen, ist man doch subventions- und budgetmässig (220.000 Euro) gut aufgestellt. Und, was auch wichtig ist: Wie auch immer die Gemeinderatswahl ausgeht am Ort, man sieht optimistisch in die Zukunft. So nachgefragt, wie die Kultur-Aktivitäten im Emailwerk sind, bestehe wohl keine Gefahr, auch wenn mal populistisches Gezänk in den politischen Niederungen herrscht.

 

Was kommt 2009? "Lebensmittel Kunst" mag aufs erste als Jahresthema so originell nicht erscheinen, aber es wären nicht die Fellingers, würden sie dieses Thema nicht mit attraktiven Inhalten füllen. Ein neues Format ist der "Kino-Mittwoch": ab April vorerst mal ein Paket mit acht Filmen, von "Zimt und Koreander" bis "We feed the World".

Eine Ausstellung "Eat-Art" ist geplant, und es soll ein Blog wachsen, in dem ehrgeizige Menschen eingeladen sind, ihre Lieblings- Kochrezepte in (literarische) Geschichten zu verpacken. Daraus könnte sogar eine gedruckte Anthologie werden.

 

Eines der erfolgreichsten Formate im Emailwerk ist das offene Forum "Open stage" (nächster Termin morgen, Donnerstag, 22.1.): Da können jeweils bis zu vier Bands auftreten. "Singer/Songwriter" werde als Motto dafür beibehalten, "weil wir in diesem Bereich größte Kreativität, größte kompositorische Kraft registrieren", sagt Leo Fellinger. Die Jugend wird wohl auch auf die Breakdancebattle (mit

Workshops) abfahren.

 

In Kooperation mit dem Nexus in Saalfelden bietet man eine neue Reihe "Weltbilder" an, mit Reiseberichten und Multimedia-Shows. Wovon man vorerst noch träumt: Nach diesen Veranstaltungen auch entsprechendes Ethno-Essen offerieren zu können.

 

Der Gesang ist seit Bestehen des Emailwerks (also seit viereinhalb

Jahren) ein kultureller Schwerpunkt: Bei den "Vocal Days" werden Gruppen wie Ninive, Shiva und Vocal Sampling nicht bloß Konzerte geben, sondern auch Workshops halten. Auf der Schiene "A Cappella Klassik" kommen die "Company of Music", der Bachchor und die lokalen Ensembles "Einklang" und "Stimmlos". Die Herren von "Stimmlos" haben ein Programm "Schubert contra Beatles" vor und proben gerade an der "Winterreise" in Chor-Version.

 

Im Bereich Weltmusik (Akko-Sax, Resonanz Stanonczi, Affenbrot, Klezmer Connection) will man auch lokale Musiker einbeziehen und so musikalische Dialoge in Gang bringen. Im Bereich Theater stehen wieder heimische Gruppen im Vordergrund (der ortsansässige Edi Jäger gehört zu den verlässlichsten Reihen-Füllern im Emailwerk). "Die Vergangenheit ist ein Prolog - Faschismus an den Wallerseeufern" ist ein Projekt, das man gemeinsam mit der Fronfeste in Neumarkt angeht.

"Land-Art" ist diesmal dem Medium Stein gewidmet.

 

Und die Kinder? Ihnen gilt besondere Zuwendung im Programmangebot auch dieses Jahres, denn - so Leo Fellinger - "wir wollen junge Menschen mit Kreativität befruchten, das ist eine Schlüsselqualifikation". Habe der Anteil an Kinderprogrammen und - Animationen 2007 noch zehn Prozent betragen, so sei er im Vorjahr bei

17 Prozent gelegen. Das Angebot ist entsprechend vielfarbig.

 

Text: Reinhard Kriechbaum / Drehpunkt Kultur

Bild: Wolfgang Schweighofer

 

 

 

 











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