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19.04.09 - 10:57 Uhr

„Wo ist Mary?“


lautete bei den open stage im April die erste Frage des Publikums. Denn der Sound der ersten von fünf Bands, zwei junge Männer mit Gitarren und Geige, erinnerte sehr an die großen Hymnen vergangener Tage. Man dachte unweigerlich an große Namen wie „The Mamas And The Papas“ oder eben „Peter Paul & Mary“. Ob Mary noch nachkommen wird? Wir wissen es nicht. Es wäre einen Versuch wert, denn Sebastian Müller und Michael Schmuck scheint diese Musikrichtung im Blut zu liegen. Gute Gitarren, berührender und aufrichtiger Sound und das Wichtigste: Man möchte pausenlos mitsingen!

 

Dass es nach so vielen open stages, mittlerweile traten innerhalb dieses Formats um die 40 Bands im Emailwerk auf, immer noch etwas ganz Neues geben kann, bewiesen die fünf Mädels der Formation „Female Version“. Sie hatten ihren Auftritt ganz dem US-Komponisten George Gershwin gewidmet. Drei tolle Sängerinnen in Begleitung von

Piano und Percussion interpretierten den großen Klassik- und Jazzkomponisten überaus kraftvoll und mit viel weiblichem Esprit. Beschwingten Gershwin, in ausgezeichneter Qualität aus drei fröhlich lächelnden Mündern zu hören. macht richtig gute Laune.

 

Gleich danach wieder eine stilistische Steilkurve in die Gegenrichtung: Die Gruppe „Zimmer 12“ mit Bandleader Alexander Frixeder spielte das Publikum in eine wohlbekannte Atmosphäre, und dennoch wusste man zu Beginn nicht, woher man sie kannte. Da ist ein wenig „Bap“ drin, hörte man jemanden sagen. Und wirklich, Bilder aus alten Tatort-Serien erschienen im Kopf. Und wer schon einmal in Hamburg war, erinnerte sich wohl unweigerlich an späte Abende in kleinen Kneipen, in denen eben dieser Sound beheimatet scheint. Kehliger Klang, geradlinige Instrumentalbegleitung, düstere Atmosphäre.

Drei Gruppen, drei Stile wie sie unterschiedlicher nicht sein können – open stage wie aus dem Bilderbuch.

Bis zum nächsten Mal: am 23. Juli.

(mw)

 











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