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21.12.09 - 10:28 Uhr

Pacman rules


Die Symbolik ist treffend. Egal ob Pacman selbst oder Spieler desselben. Es gibt nur ein Spielende – das Game Over. Beim Einen früher, beim Anderen später. Das Leben aus der Sicht eines Frustrierten:

Die Uraufführung von „Falling“ im Emailwerk.

 

Tanz, Video, Schauspiel – aus diesen Steinen baut Valentin Alfery ein Bühnenleben. Ein nicht ganz unproblematisches, wie es aussah. Im Stück „Falling“ spielt Alfery jeden Menschen. Und er spielt jeden Menschen sehr gut, die schauspielerischen Qualitäten des Autodidakten überraschen am meisten. Die Tanzperformance ist sehr bildhaft und bedarf nur wenig Erklärung, das Publikum kommt bei Falling ohne das große Übersetzungskompendium „Tanz  Botschaft“ aus. Noch ein großes Lob an den Darsteller, denn da steckt viel Mühe und Geist in der Ausarbeitung dahinter.

Und Pacman. Pacman erklärt eigentlich alles. Die Bekanntheit und Zeitlosigkeit eines Spieleklassikers wird zum Übersetzer für alle Generationen die im Publikum sitzen und transportiert geradezu genial einfach die Welt und den Zustand des Fallenden. Kein Sinn in der Gegenwart, kein lohnendes Ziel für die Zukunft. Eine ständig wiederkehrende Monotonie aus jagen und gejagt werden als einziger Inhalt. Bis zum Stromausfall.

Das Paket Stück+Darsteller ist bei Falling außergewöhnlich gut gelungen. Kurzweilig, spannend, stellenweise satirisch bis komisch und eine akribische Abstimmung der drei Ausdrucksformen Tanz, Schauspiel und Video lassen beinahe etwas wie einen 3D-Film entstehen. Das Publikum beginnt das ganze Bühnengeschehen als Einheit zu erfassen, wodurch die Botschaften von Valentin Alfery noch viel intensiver zu spüren sind. Pacman rules jedermann.

(mw)

 











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