Kulturverein Kunstbox Seekirchen - Home
NewsProgrammKulturvereinServiceLinksEmailwerk
AktuellArchiv
Archiv
26.11.10 - 13:34 Uhr

Bärig märchenhaft


Ferdinand ist das, was der österreichische Volksmund als „guten Lotsch“ bezeichnet. Er ist friedlich mit einem Hang zum Phlegmatischen. Er ist Blumenfreund und auch sonst von sehr gemütlicher Natur. Aber wie es auch im realen Leben vorkommen kann, reicht ein verdrehter Moment und man vermittelt seiner Umwelt ein völlig falsches Bild von sich.

So wird Ferdinand just in dem Moment von einer Hummel gestochen, als alle Stierkampftrainer zum Casting für die bevorstehende Saison angetreten sind. Und während sich die kampfwütigen Kollegen von Ferdinand gebärden wie Rambo in Teil 8, tobt sich Ferdi die Hummelschmerzen aus dem Leib. Spaniens next Topstier hieß Ferdinand...

 

Robert Wimmer (Ferdinand) tollt durch das Emailwerk, dass der für die Musikbegleitung verantwortliche Hubert Pertl (Lungau Bigband) beim Saxophonblasen einen hochroten Kopf bekommt. Die Kinder amüsieren sich gar köstlich. Die ersten großen Augen gab es, als Pertl den kleinen Zuschauern seine Saxophonsammlung vorspielt, wobei das große Bass-Saxophon natürlich am meisten beeindruckte.

 

Die anwesenden Erwachsenen dürften während der ersten Geschichte im Programm von Wimmer und Pertl eine ganze Reihe Déjà-vu’s gehabt haben. Es ging um einen kleinen Bären der sich, eigentlich recht unmotiviert, den Satz „ich will nicht“ als neues Credo auserkoren hatte. Interessanter Weise bestritten die anwesenden Kinder auf das heftigste diesen Ausdruck schon jemals gehört oder gar aktiv gebraucht zu haben.

 

Wimmer spielt die verschiedenen Figuren der beiden Geschichten mit soviel Energie und Ausdruckskraft, dass es die Kleinen kaum auf den Polstern hielt. Er sprang, rannte und turnte vor den Kindern hin und her, das es schon beinahe komisch anmutete, wie 80 Kinderköpfe sich im ständigen Einklang von links nach rechts und wieder zurück drehten. Hubert Pertl sorgte indes jeden Moment für den richtigen Ton in der Geschichte. Unter Aufbietung seines ganzen, sehr erheblichen musikalischen Könnens, bettete er jede Szene in den richtigen musikalischen Hintergrund ein. Jede Wette – an Nintendo & Co dachte während der Vorstellung keiner der Zwerge.

(mw)

 











<- Zurück zu: Archiv