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22.04.11 - 11:25 Uhr

Schade, wenn Sie nicht dabei waren!


Die „open stage“ im Emailwerk Seekirchen ist mittlerweile zu einer Institution der Talenteschau in Salzburg geworden. In der Osterwoche ließen vier junge Bands (und eine etwas erwachsenere…) ihre Stimmen und Gitarren beben und verwöhnen die Ohren ihrer zahlreichen Zuhörer mit ihrem frischen Talent. Der Abend war diesmal mit fünf Gruppen mehr als ausgebucht, die beiden Techniker gaben alles, um jeden Musiker(in) den perfekten Sound zu geben und ihn/sie ins richtige Licht zu setzen. Zwei junge Band eröffneten die Nacht: „Spielbrand“ brachte das Publikum mit drängenden Beats und ungestümer jugendlichen Frische erst einmal in die richtige Stimmung, „Crossover" zeichnete sich mit einem etwas melancholischen Alternative-Rock aus und mit einem open-stage-Debüt - die erst 14-jährige Lea Fahrnberger ließ an vielen Stellen ihr Talent aufblitzen.

 

Die Jugend kam auch bei der etwas „erwachseneren“ Combo rund um Kurt Wieser zum Vorschein - sie brachten Covers aus den wichtigsten Singer/Songwriter-Epochen der Vergangenheit zum Klingen. Dann folgten zwei Wiederholungstäter: „Dos And Dust“ und „NurJulie“. Erstere waren vor zwei Jahren schon einmal zu Gast bei der open stage, schon damals fielen sie durch außerordenliches Talent auf.

 

Sebastian Müller und Michael Schmuck schreiben über sich selbst: „Zwei Köpfe, zwei Stimmen, zwei Gitarren, ein Geigenlauf hier, ein bisschen Ukulele da, Verse über Apathie, Feuer und Narzissmus. Klingt melodramatisch? Ist es – glücklicherweise – nicht; Dos And Dust stehen für unaufgeregten Neo-Folk. Mal schneller, mal langsamer, mal düster, mal hoffnungsvoll...“. Besser kann man es nicht beschreiben. Hinzugefügt sei, dass das Duo die letzten zwei Jahre die hohe Musikalität noch perfektionieren konnte.

 

Ein Highlight, gefolgt von einem weiteren: „NurJulie“ feierte ihren ersten open-stage-Geburtstag. Sie hatte vor ziemlich genau einem Jahr ihr Bühnen-Debüt im Emailwerk gegeben. Mit Folgen, wie es scheint - der Rezensionist ihres Debütauftrittes schrieb damals: „Muss man schon beim ersten Konzert, das Besondere, das dieser Künstlerin anhaftet, benennen können? Nein, finde ich - aber die nächsten Monate und Jahre werden es ans Licht bringen.“ Und das Licht brachte es. Und noch mehr. Julie kam nicht allein, „NurJulie“ ist jetzt eine Band, der Percussionist und Schlagzeuger Martin Schwaighofer ergänzt den Sound auf ganz besondere Weise, denn unsere Hörgewohnheiten sind geprägt von der klassischen Aufteilung der Instrumente innerhalb einer Band, und da gibt es nun einmal Gitarre, Bass, Drums, vielleicht auch noch ein Keyboard. Was die beiden machen, klingt daher neu und frisch. Zudem gibt es in der Musikgeschichte wenig Vorbilder für diese Besetzung- außer: den Gitarristen Jack White sowie die Schlagzeugerin Meg White, bekannt als „White Stripes“, begannen in derselben Besetzung. Doch der Kern von Julies Musik ist nicht der Klang, es sind die Kompositionen der gebürtigen Lungauerin Juliane Blinzer. Sie schafft mit ihren Texten und ihrer zartleidenschaftlichen Vortragsweise eine Vertrautheit zwischen sich und denen, die ihr zuhören. Man kann fühlen, wie eng die Verbindung ihrer Seele zu ihren Liedern ist.

 

Fazit: Ein Abend voller Überraschungen, geprägt von zwei Duos, von denen man in Zukunft noch hören wird. Möglicherweise im Emailwerk, in einem abendfüllenden Doppelkonzert. Wer weiß?

(lf)

 











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