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08.05.11 - 10:36 Uhr

Beseelte Klänge


In eine musikalische Abenteuer-Reise zwischen schroffen Naturerlebnissen und spannenden Begegnungen wollte der Gitarrist David Hauser sein Publikum im Seekirchner Emailwerk entführen. Als Komplizen und Mit-Entführer hatte er sich Herb Berger ausgesucht, eine musikalische Ausnahmeerscheinung. Die Musik der beiden ergab in der Tat eine wunderschöne akustische Reise, bei der so einige Stile gestreift wurden.

 

Fast alle Songs des Abends wurden von David Hauser komponiert, die Coverversionen waren handverlesen. Dem Publikum wurde eine Vielfalt an Klängen geboten, allein David Hauser brachte es auf sechs, sieben verschiedene Saiteninstrumente. Aber auch Berger kreierte mit Saxofon, Querflöte und Mundharmonika herrliche Stimmungen. Jeder der beiden Musiker befand sich zu unterschiedlichen Phasen bei den Stücken in der Leaderrolle.

 

Bei der instrumentalen Abenteuerreise machte das Duo auch Halt im Blues-Bahnhof. David Hauser hauchte mit rauchiger Blues-Stimme ins Mikrofon und zauberte mit seiner Slide-Technik auf der Gitarre fantastische Klänge hervor. Wer sich aber eine klassische Blues-Harp dazu erwartete, wurde eines Besseren belehrt - Herb Berger verströmte mit seiner chromatischen Mundharmonika Laute und Läufe in einer ebenso perfekten wie einfühlsamen Spielweise, dass sich kein Zuhörer diesem Fluidum entziehen konnte.

 

David Hauser agierte meist als Mann der leisen Töne, der auch den rieselnden Dauerregen mit zarten Gitarrenläufen förmlich heraussprühen lässt. Gefühlvoll und mit authentischem Feeling entwickelte er seine musikalischen Ideen, lässt dabei die Finger locker auf den Saiten tanzen. Dabei reicht ihm das Griffbrett nicht aus: Noch über dem Schallloch erzeugt er rhythmisch wimmernde Akkorde.

 

Fazit: Virtuosität an Gitarren, Saxofon, Flöte und Harp und eine nicht zu unterschätzende Portion Spielfreude waren die Zutaten dieser mehr als beachtlichen Performance. Hier wurden beseelte Klänge erzeugt. Meint der Schreiber. Und das Publikum.

(lf)

 











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