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27.05.11 - 16:25 Uhr

Powermoves und Ausnahmezustand


In der dritten Maiwoche war es wieder soweit: Für ein paar Tage drehte sich die Welt des Breakdance zum dritten Mal um nur einen einzigen Ort: All eyes on Seekirchen, Austria. Aus allen Teilen Europas strömten die heads zusammen, um nach den Vorausscheidungen in Italien, Polen und Österreich (am Vortag des Finales) das „Pepsi Circle Industry” 3 vs 3 Battle zu zelebrieren.

 

Ein gut vorbereitetes und top-organisiertes Programm gab allen Kulturaktivisten und Kulturinteressierten die Möglichkeit bei Workshops, Main-Event und Aftershow-Party sich aktiv auszutauschen. Der einzigartige Spirit eines Events, das multikultureller kaum sein könnte, demonstrierte erneut kraftvoll den Überlebenswillen der HipHop-Kultur. An jedem Eck rund um das Emailwerk wurde getanzt, gebreakt, gedehnt und aufgewärmt. Seekirchen befand sich im Ausnahmezustand. Hauptorganisator Mike Siller, der nimmermüde an allen Ecken und Enden der Veranstaltung aushalf, läutete beim Finale als Moderator den Beginn des Ausnahmezustandes ein. Die DJs Cosmic (Austria) und Uragun (Italy) produzierten einen derart fetten Sound, dass die Wände bebten, dann wurde 5 Stunden gebattelt und die unvorstellbarsten moves auf das Parkett gelegt. Als alle Crews und Besucher bis durch die Shorts durchgeschwitzt waren, schlug dann endlich die Stunde des Finales, deren Einleitung mit der Bekanntgabe der Teilnehmer stark polarisierte: M.O.T. (Russia) vs. Yaman & Lamine (France)! M.O.T. ging aus diesem Finale 2011 siegreich hervor, die Gegner aus Frankreich waren alles andere als erfreut und ließen sich das auch anmerken.

 

Aber trotz des Wettkampfgeistes herrschte ein sportlich-fairer Umgang zwischen den „Crews“, das Publikum war leidenschaftlich und feuerte die Tänzer zu Höchstleistungen an. Die friedliche Atmosphäre war wie in jedem Jahr mit größter Wahrscheinlichkeit auch darauf zurückzuführen, dass der “Pepsi Circle Industry” alkoholfrei durchgeführt wurde. Verena Fellinger vom Kulturverein Kunstbox will auch für das nächste Jahr das Event hier ansetzen. Jenes sei diesmal vor allem deshalb so gelungen, weil das Publikum ein bunt gemischtes war: „...Mike Siller und seinem Organisationsteam ist es gelungen, ein Generationenfestival daraus zu machen“. Die Euphorie beim Publikum war dementsprechend groß: die Älteren begeisterten sich an Körperbeherrschung, Ausdauer, Kraft und Taktgefühl der Teilnehmer, während die Jüngsten sich zu den Breakdance-Kursen im kommenden Herbst informierten. Und: Nachwuchs kann die Hiphop-Szene immer brauchen!

 

See y’all next year! (lf)

 

Fotos: Albert Moser

 











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