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24.07.11 - 19:25 Uhr

Gelungene Premiere!


Zusammen mit Edi Jäger, dem erfolgreichen Seekirchner Mimen präsentierte das lokale Männeroktett StimmLos am 23. Juli im Emailwerk Seekirchen einen Querschnitt durch das Qualtingersche Werk. Passend zu den von Edi Jäger gespielten Szenen lieferte StimmLos die vokalen Antworten. „Der gschupfte Ferdl“ über „Der Bundesbahnblues“ und „Ein Krügerl, ein Glasel“ bis zu „Der Papa wird’s schon richten“ fanden ein durchwegs begeistertes Publikum.

 

Wer die Programme von StimmLos kennt, weiß, dass hervorragender Gesang kombiniert mit Spiel und Witz geboten wird. Aber mit der Qualtinger-Retrospektive gehen sie noch einen Schritt weiter. Hier geht es auch um durchaus kritisch gemeinte Inhalte, die als Schwelgen in der Vergangenheit rüberkommen, aber ein erstaunliche Maß an Aktualität aufweisen. Erzählt wird das Ganze in eigens für StimmLos geschriebenen Arrangements. "Die Stimme ist das intensivste Instrument überhaupt. Jede Stimmung vermittelt sich ganz unmittelbar, und das spüren die Leute", sagt Roman Öschlberger, künstlerischer Leiter des Ensembles. A-cappella-Gesang sei eine komplexe Stilrichtung. "Wir singen ohne Netz und doppelten Boden. Das erfordert sehr viel Training und Disziplin." Er zeigt auf einen prall gefüllten Ordner mit Noten, das gesamte Repertoire von StimmLos. "Die brauchen wir aber nicht, Texte und Noten hat die Gruppe komplett im Kopf."

 

Erstaunlich auch, wie so mancher der Truppe auch als Solist eine gute Figur macht, sei's als Sänger, aber auch als Schauspieler. Dass sich die Schauspielerei angesichts der übermächtigen Präsenz eines Edi Jägers dennoch auf Amateurniveau bleibt, tut der Sache keinen Abbruch.

Jäger ist ein Garant für die volksnahe Vermittlung von tiefsinnigem Witz, ein Komiker der Extraklasse.

 

Edi Jäger und Stimmlos lassen der musikalischen, sprachlichen und schauspielerischen Komik freien Lauf. Der schlurfende Hausmeister im Blauzeug, ein wunderbar von Hans Breitfuss gespielter Sekretär, der Provinzpolizeiinspektor samt Gefolge, die Stripteasebarbesucher, die Organe eines entnazifizierten und kommunistisch angehauchten Wien – sie alle werden in Szene gesetzt, und all das im restlos ausverkauften Emailwerk. Ein Dank dem wunderbaren Publikum!

(vf)

 











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