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29.09.11 - 14:08 Uhr

FLACHGAUER NACHRICHTEN | Gertraud Kleemayr: Hinhören und Staunen: die.hammerling


Hingabe. Das bayrisch-österreichische Trio die.hammerling faszinierten im Emailwerk mit ihren einzigartigen Klängen.

 

SEEKIRCHEN. Mit dreizehn Instrumenten und zwei Stimmen auf der Bühne präsentierten die.hammerling ihr neuestes Programm „Hommage an die verlorenen Sprachen“.

 

Darin erschaffen Michaela Dietl, Fritz Moßhammer und Erwin Rehling einen einzigartigen Klangrausch. Sie zeigen was „Weltmusik“ sein kann. Ihre spannende, facettenreiche Reise durch die unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen wirkt auch deshalb so gelungen, weil die Instrumente, die sie dafür wählen, in erster Linie aus der alpinen Volksmusik stammen. Sie entlocken Alphorn, Maultrommel, Flügelhorn, Akkordeon und Kuhglocken aber Melodien, die eine Mischung aus Folk und Jazz zu sein scheinen. Auch G`stanzln und Tango sind mit von der Partie.

 

Da befindet man sich mit „Hoamat, des Liad sing i nur für di“ ein paar Takte im Alpenvorland um im nächsten Moment über Italien und den Mond nach Bali zu switchen. Und alles fügt sich zusammen. Die Musiker sind nach allen Seiten offen und überraschen mit ihren experimentellen Spielereien. Dabei zeigt sich die Virtuosität in Spiel und Zusammenspiel. Die drei wissen was sie tun. Michaela Dietl, die waschechte Münchnerin mit exzentrischer Kopfbedeckung, spielt das Akkordeon und die Harmonica mit wahrer Inbrunst und bringt mit ihrer Stimme die Geräusche des Bären oderdes „Oachkatzerls“ auf die Bühne. Ein Gurren und ein Summen, ein Knattern und ein Schmatzen, sie jauchzt, sie stöhnt, ein Vergnügen. Dazu das tönende Alphorn und die virtuose Trompete von Fritz Moßhammer, die er auch fallweise durch die Fujara ersetzt.

Dann noch der Rhythmus von Trommler Erwin Rehling, der sich, wie sollte es anders sein, auch nicht auf das Schlagzeug alleine beschränkt. „Für die hohen Töne habe ich mir aus alten Fliesen ein Steinspiel gebaut“, so der Musiker, der seinen Takt auch mit der Marimba, dem Schellenbaum und Kuhglocken vorgibt. Eines ist sicher - das Trio hält nichts von herkömmlicher Musik. Sie wiederholen sich nicht ständig, sie erfinden ihre Musik immer wieder neu.

 











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