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29.09.12 - 12:48 Uhr

Kunst im Wald


Kulturverein Kunstbox Seekirchen: LandArt-Workshop im Gebiet des Ursprunger Moors für SchülerInnen 35 Schüler, zwei LandArt-Künstler, ein Wald und drei Tage Zeit. Aus diesen Komponenten entstand ein kreatives Kunstprojekt des Kulturvereins Kunstbox Seekirchen in Kooperation mit der Höhere land- und forstwirtschaftliche Schule, Ursprung/Elixhausen. Frei von Funktionalität erschufen die SchülerInnen der 1. Klasse UT (Umwelttechnik) Kunstwerke in und aus der Natur, ohne Zuhilfenahme von naturfremden Materialien.

Die Vorfreude auf das fremdartige Projekt war bei den SchülerInnen groß und als die Landart-Künstler Frank Nordiek und Wolfgang Buntrock das erste Mal den Schulraum betraten, um einen Einführungsvortrag zu halten, wurden sie spontan mit Applaus empfangen. Und dies, ohne dass einer der SchülerInnen bereits wirklich wusste, was nun LandArt eigentlich ist. Der Versuch, LandArt in einem Satz zu beschreiben: Das Arbeiten mit vor Ort vorgefundenen Naturmaterialien mit dem Ziel, vergängliche Kunst in jenem Raum zu erschaffen, der einem ständigen Wandel unterworfen ist.

Eine kurze Einführung später begaben sich die 35 SchülerInnen mit ihrem Klassenvorstand Prof. Leopold Klinghofer und den beiden Landart-Künstler vom Atelier Landart aus Hannover auf den Weg in den Schulwald. Es war auch für die Profis eine Premiere, mit einer derart großen Klasse zu arbeiten. Im Wald angekommen, hatten die Jugendlichen keinerlei Berührungsängste mit Pflanzenwelt und Erdreich und es zeigte sich, dass landwirtschaftliche SchülerInnen nicht nur funktionell denken und zupacken können, sondern auch eine stark kreative Ader haben.

In den ersten zwei Tagen wurden Gemeinschaftsprojekte realisiert, wie „Hochwasserbäume“. Bei diesem Projekt wurden nahezu 20 Bäume in der gleichen Höhe mit Blattmanschetten umringt, sodass es von vorne betrachtet einen gelbgrünen Ring quer durch den Wald ergibt. In einem anderen Projekt wurde entlang eines Baches das Thema „Balance“ verwirklicht. Ein Wall aus Stöcken mit darauf balancierenden Steinen bildete dieses Kunstwerk.

Am Abschlusstag durfte jede Gruppe unter Anleitung der Landart-Künstler eine eigene Idee in die Tat umsetzen. Angefangen von einer, aus Steinen bestehenden Wasserschlange, die sich vom einen Ufer durch einen Bach bis an das nächste Ufer schlängelte, über einen grün verzweigten Waldweg, bis hin zu einem Dreiecks-Pendel mit Charakteristiken eines Traumfängers, wurde der ganze Wald „kunst-verseucht“.

Den Abschluss des Projektes bildete die Präsentation der geschaffenen Werke im Emailwerk Seekirchen. Hier fand der Workshop einen zwanglosen Ausklang für alle Workshop-TeilnehmerInnen, deren Freunde und Angehörige. Die SchülerInnen stellten selbst eine digitale Dokumentation zusammen, die sie mit berechtigtem Stolz präsentierten.

(Michael Siller)

 

 











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