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06.02.13 - 17:12 Uhr

Seekirchen ist 2013 Kulturstadt des Landes Salzburg Auszeichnung für Kunstbox-Projekt "SprachLust"


Der Kulturverein Kunstbox und die Gemeinde Seekirchen erhalten vom Land Salzburg das Prädikat: „Kultur-Ort des Landes Salzburg 2013“.

 

„Wahre Landschaft“ heißt eine zentrale Fördermaßnahme des Landes Salzburg, die speziell zur Unterstützung von innovativen und experimentellen Kulturprojekten in den Regionen des Landes geschaffen wurde. Weil Kunst und Kultur auch entsprechende Freiräume braucht, um Platz für Innovation und Experiment zu haben. „Wahre Landschaft“ hilft, solche Freiräume zu schaffen, sowohl im ökonomischen als auch im ideellen Sinne. Darüber hinaus lenkt sie verstärkt die Aufmerksamkeit auf hochkarätige, innovative und spannende Kulturarbeit. Die Auswahl der Projekte erfolgt durch eine unabhängige Jury. Sie entscheidet ausschließlich nach inhaltlichen Kriterien. Das Siegerprojekt und der Ort, in dem es stattfinden soll, wird außerdem – ähnlich dem System der Europäischen Kulturhauptstadt – als Kultur- Region oder Kultur-Ort des Jahres gekürt.

 

Ausgezeichnet wurde der Kulturverein Kunstbox für das Projektkonzept „Sprachlust – Präludium für ein anderes Heimatmuseum“. Wie aus dem Titel schon hervorgeht, ist das zentrale Thema die Sprache. Ein großes Feld, das der Kulturverein Kunstbox schon drei Jahre lang in Form eines Jahresthemas bestellt. Dabei ist eine visionäre Idee und ein großes Ziel entstanden: die Schaffung eines Sprachmuseums, wobei der Begriff Museum viel weiter zu fassen ist. Es soll ein „Haus der Sprache“ werden, ein Ort, der sich neben der retrospektiven Betrachtung der Sprachentwicklung vor allem als Ort etablieren soll, der Impulse und Erkenntnisse der neuesten Sprachforschung und

-entwicklung für das Publikum angreifbar darstellen soll. Ein Museum, das seine Räumlichkeiten sowohl real als auch im Internet hat, ein Museum, das Disziplinen wie z.B. Künste und Wissenschaften durch die Sprache miteinander verwebt. Das Konzept „SprachLust“ soll „Machbarkeitsstudie und Pilotprojekt“ für dieses langfristige und nachhaltige Ziel sein. Es geht dabei vor allem um die Fragen: Ist Sprache überhaupt ausstellungsfähig? Wie kann man so ein „Heimatmuseum“ der ganz anderen Art in eine Stadt, in eine Region implementieren? Wie wird so ein Museumsprojekt in die öffentliche und politische Diskussion eingebunden?

 

Im Verlauf des Jahres 2013 wird es zu diesem Thema drei Schwerpunkte geben:

 

Erstens die bereits beschriebene Machbarkeitsstudie, die in einem Pilotprojekt im Herbst seinen Abschluss finden wird.

 

Zweitens eine Diskussion zu einem hochaktuellen Thema – die Sprache als Werkzeug und Instrumentarium zur Erlangung, Ausübung und Sicherung von Macht. Der Titel: „Krieg der Worte – Sprache und Politik“.

 

Drittens eine Auseinandersetzung mit Jugend und Sprachkultur. Dieses brisante Thema wollen wir mit den Mitteln des Theaters mit Jugendlichen in Szene setzen. Ein Stück über Jugend und Jugendkultur, das von Schülern selbst erarbeitet wird. Dass die Lust wecken soll am Geschichten erzählen, Charaktere erschaffen, Worte erfinden. Ein lebendiges, hautnahes und unmittelbares Stück (Sprache), das wir gemeinsam mit dem Bundesgymnasium Seekirchen umsetzen.

 

Das Projekt „SprachLust“ soll den Grundstein legen für etwas, das in Kooperation zwischen Stadt, Region und Kulturverein Kunstbox ein in Österreich und Europa einzigartiges Projekt einleiten könnte – ein Sprachmuseum. Ein Projekt, in dem die sprachliche Vielfalt um uns herum so präsentiert wird, dass sie von den Besuchern als Reichtum erlebt werden kann. Dazu will der Kulturverein KunstBox einen Beitrag leisten.

 

Leo Fellinger, Kunstbox











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