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18.01.14 - 11:35 Uhr

"remember me"


Die Abstimmung zwischen Doro Hanke und ihrer Band ist geradezu perfekt. Jeder Ton sitzt, jeder Akkord klingt haarklein dort, wo er sein soll, jedes Solo der großartigen MusikerInnen hat einen Wirkungsgrad von 100%. Kurz, das Publikum im rappelvollen Emailwerk traf auf den vorstellbar professionellsten Bandsound, wie man ihn sonst eigentlich nur von Studioaufnahmen kennt.

 

Doro Hanke nimmt ihren Anleihen zumeist aus Jazz und Soul (der Name Randy Crawford fällt), ohne aber diesen Musikgenres ganz zu verfallen. Viel zu eigenständig und selbstbewusst sind Hankes Lieder, um tatsächlich einer Gattung zugeordnet werden zu dürfen. Dazu kommt, dass sowohl die Stimmsicherheit von Hanke als auch die Virtuosität ihrer Begleitung für eine einzige Schublade um einiges zu mächtig sind.

 

Großartige, textfreie, Vokalpartien im alles verzehrenden Herzschmerzbereich fesseln die ZuhörerInnen dabei ebenso, wie rhythmische Stücke bei denen Ginger Rogers und Fred Astaire nicht nur textmäßig festgehalten, sondern von der Aufforderung zum Tanzen begleitet werden. Ohrenfällig über dem erwarteten Niveau präsentieren sich auch die beiden Background-Sängerinnen der Formation. Mit jazzigen Kehlen umhüllen sie das heterogene Bühnenwerk.

 

Dass Hanke von starken Musikern begleitet wird, erkennt man auch daran, dass man die Herren an den Instrumenten, trotz der eminenten optischen und vokalen Bühnenpräsenz ihrer Lead-Sängerin, nie aus den Augen verliert. Energetische Soli an Saxophon, Xylophon, Bass und Schlagzeug demonstrieren die wunderbare Ausgeglichenheit in diesem fünfköpfigen Vokalkonglomerat. Die Doro Hanke Band präsentierte mit ihrem Albumdebut „instantCAT“ eine äußerst überzeugende und außergewöhnlich vielfältige vokale Show für echte Musikliebhaber. We WILL remember.

(mw)

 











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