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22.05.15 - 17:02 Uhr

10 Jahre Menschen


Zehn Jahre Kulturbetrieb lässt sich wunderbar in Zahlen ausdrücken. In Besucherzahlen, Anzahl der Veranstaltungen, Höhe der Umwegrentabilitäten und noch einiges mehr. Doch allem voran bedeuten 10 Jahre Emailwerk 10 Jahre Menschen. Die Menschen auf der Bühne, die ihr Verständnis von Kunst vermitteln, die Menschen die in und um den Kulturverein Kunstbox diese Bühne bereiten und die Menschen, die vor der Bühne das wunderbare Angebot nicht nur konsumieren, sondern als Teil dieses Kulturgeschehens diese 10 Jahre mitgestaltet haben.

 

Wenn Martin Klein, der diesem Abend mit seinen Melodien und Texten so berührenden Glanz verliehen hat, von Liebe, Geschichte und Herzblut sang und spielte, so sang und spielte er von diesen Menschen. Von den Menschen, die einem vor 10 Jahre fertiggestellten Gebäude jeden Tag ein Stück mehr Leben einhauchten und damit aus Beton, Glas und Stahl einen Ort der Kunst, der Kultur, aber vor allem einen Ort der Menschlichkeit erschufen.

 

Es würde die vielen Bilder, die seit einigen Tagen die Wände des Emailwerks zieren und die an hunderte besondere Momente erinnern, tatsächlich gar nicht benötigen. Denn nach diesen ersten 10 Jahren atmet das ganze Haus seine eigene Geschichte aus. Jeder Meter Boden, jede Stufe, jeder Scheinwerfer und jeder Barhocker berichtet von den Menschen, die als Künstler, Gäste oder Mithelfer diesen Ort inspiriert und zu dem entwickelt haben, was er heute ist – eine Insel des Mensch-Seins, durchflutet von Kreativität und einer uferlosen Liebe zur Kunst in all ihren Formen.

 

Dennoch – trotz der Erfüllung die das Emailwerk ausstrahlt, wäre es leichtsinnig, ja geradezu fahrlässig, das bunte Geschehen rund um den Kulturverein Kunstbox zum bequemen Selbstläufer zu verklären. Wenn Verena und Leo Fellinger auf der Bühne die vergangenen zehn Jahre charmant und beschwingt wiedergeben, bleibt die unendliche Mühsal verborgen, mit der das Paar das Emailwerk durch diese Jahre geführt hat. Nichts ist spürbar von dem maßlosen Quantum Arbeit und Aufopferung, das mit dieser kulturellen Erfolgsgeschichte verbunden ist. Und es bedarf mehr als einen guten Zustand zur Kultur, um immer wieder an die Grenzen des gerade noch Machbaren zu gehen. Es bedarf uneingeschränkter Hingabe und einem nahezu totalitären Willensbekenntnis zur Kunst und ihrer essentiellen Rolle in der Entwicklung einer menschlichen Gesellschaft.

 

Wenn Martin Klein also anlässlich 10 Jahre offener Bühne, offenen Türen und offenem Geist von Sternenlicht und Liebe singt, singt er von allen Menschen, die die Vision von Verena und Leo Fellinger teilten und mithalfen, sie Wirklichkeit werden zu lassen - auf, vor und hinter der Bühne.

(mw)

 











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