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18.07.15 - 12:42 Uhr

Pädagogisch wertvoll


Es ist Sommer; es ist heiß; Zeit für den Start der o-ton vocal Days des Kulturvereins Kunstbox. Nach dem ersten Workshoptag bei dem die TeilnehmerInnen im Schweiße ihres Angesichts ihr Bestes gaben, ist es am Abend Zeit für die Professionisten, etwas zurückzugeben.

 

Erstes Konzert: „Mir vier“

Künstlerisch gesehen, kann man bei „Mir vier“ alle Schubladen aufreißen, man findet das Quartett in fast jeder. Gesang, Beatboxing, Entertainment, gesprochenes Wort und natürlich – und keinesfalls zu vergessen – das passende choreographische Rahmenprogramm.

 

Dazwischen wird dem Publikum immer wieder der musikpädagogische Anker zugeworfen. Es agiert manchmal als analoger Teleprompter, manchmal als Synthesizer, meistens aber außerhalb des Taktes. Who cares? Es ist heiß!

 

So ausgerüstet bieten Gabi Enser, Siggi Haider, Martin Lindenthal und Christian Wegscheider dem Publikum in ihren Liedern so viele Einzelheiten und diffizile Fußnoten, dass man ständig das Gefühl hat man kann gar nicht genug hinhören um alles mitzubekommen.

 

Eine der vielen Auffälligkeiten des Ensembles ist die besonders eigenständige, fallweise experimentelle Interpretation von Stücken, von denen man glaubte, sie zu kennen. So verziert und mit rhythmischen Spielereien versehen haben Sie „I Feel Good“ noch nie gehört, auch bei Jimmy Buffetts „If You Like Pina Colada“ wurden in das Grundmuster feinste Goldfäden eingewirkt, ganz abgesehen davon, dass „Mir vier“ dem Song einen deutschen Text verpasste.

 

Doch die hier Genannten bildeten die Ausnahmen des Abends. Das Quartett macht einen betont großen Bogen um A-cappella-Stangenware wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ und erfreut die deshalb erfreute Zuhörerschaft mit wunderbaren Eigenkompositionen zwischen deutschem Rap, verpackt in prickelndes Beatboxing, bis zum weichen aber hochkomplexen Schlagerblues – falls es dergleichen überhaupt gibt. Falls nicht – „Mir vier“ haben‘s erfunden.

(mw)

 

 











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