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03.10.15 - 09:23 Uhr

Hühner dürfen sitzen bleiben


Peter ist eine absolute Ausnahmeerscheinung: Er ist schlecht in Mathe. Wenn drei und drei einmal acht ergeben bleibt, salopp gesagt, noch etwas Raum nach oben. Und Peter geht es nicht gut damit, seinen Eltern auch nicht. Jochen Weeber erzählt Peters Geschichte ruhig und unaufgeregt. Es ist eben, wie es ist. Peters Eltern sind da schon aufgeregter und Peter spürt das. Es ist der Kreislauf, den wir „Kinderbesitzer“ alle kennen.

 

In Peters Fall führt dieser Kreislauf erst einmal zur Oma. Oma hilft dadurch, dass sie Peter in Ruhe lässt und mit Zuneigung und gutem Essen aufpäppelt. Während Peter sein Leben überdenkt, spielt Jochen Weeber ein wenig Akkordeon zwischen den Episoden. Das junge Publikum wird immer wieder eingeladen. das bisher Gehörte zu rekapitulieren.

 

Dass Peter schlecht in Mathe ist, hat keiner vergessen. Den Brief, den Peter von seinen Eltern bekommen hat, will er nicht öffnen. Vorerst. Um auf andere Gedanken zu kommen, entschließt sich der Junge zu einem Stell-die-Welt-auf-den-Kopf-Tag. Er putzt sich die Zähne mit Nutella, spricht mit vollem Mund und duscht sich mit dem Ventilator. Der krönende Abschluss: Omas abgeernteter Kirschbaum wird mich Obst vollgehängt. Äpfel, Bananen, Kirschen, Zitronen – Banapfkirschtronenbaum! Da geht es Peter doch gleich viel besser.

 

Nach diesem schönen Tag ist er auch so weit, den Brief der Eltern zu öffnen. An dieser Stelle wird es besonders interessant. Weeber fragt die Kinder, was sie sich wünschen, dass in dem Brief stehen sollte. Die Antworten sind vorauszusehen, aber nicht minder berührend. „Wir wünschen uns, dass du nach Hause kommst.“, „Wir mögen dich so, wie du bist.“, „Niemand kann alles gut können.“, das sind die Botschaften die eigentlich von den Kindern an ihre Eltern gehen. Peter geht es viel besser, nachdem er den Brief gelesen hat. Er fühlt sich wertvoll…

(mw)











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