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27.09.16 - 12:27 Uhr

Tiefensteinklamm als Bühne für Kunst aus der Natur


Bereits zum zweiten Mal war die Tiefensteinklamm bei Schleedorf Schauplatz eines dreitägigen LandArt-Workshops des Kulturvereins Kunstbox aus Seekirchen. Die Klamm, um die sich auch eine Sage von drei Schwestern rankt, bot den Teilnehmern mit ihren mystischen Felsformationen und malerischen Bachläufen einen Rahmen, wie er schöner nicht sein kann. Entsprechend aufregend und vielfältig waren auch die Kunstwerke, die an einem Wochenende dort entstanden sind.

 

Der professionelle LandArt-Künstler Wolfgang Buntrock aus Hannover leitete zusammen mit dem Flachgauer Landschaftskünstler und Architekten Matthias Würfel den Workshop mit 18 Teilnehmern, von denen einige eine lange Anreise auf sich nahmen, um bei diesem einzigartigen Wochenende dabei zu sein. Sogar aus Südtirol, Erlangen und Wien kamen interessierte Hobby-LandArt-Künstler und ließen im Raum in und um die Tiefensteinklamm bezaubernde Werke aus den dort natürlich vorkommenden Materialien entstehen.

 

Diffizile Gespinste aus geflochtenem Gras, liebevoll gestaltete Vögel aus Holz und Blättern, Riesenschlagen zu Wasser und zu Land, grazil schwebende Stämme und allerlei Figuren aus verwachsenem Totholz überraschen seit dem vergangenem Wochenende aufmerksame Spaziergänger auf ihrem Weg durch die Klamm.

 

Der Kulturverein Kunstbox veranstaltet die LandArt-Workshops bereits zum elften Mal im Salzburger Seenland - bei immer noch steigendem Teilnehmerinteresse. An ausgesuchten Orten wie zum Beispiel dem Naturpark Buchberg, dem Teufelsgraben bei Seeham oder auch im Wenger Moor, erhalten Menschen die Gelegenheit unter fachkundiger Leitung kreativ tätig zu werden.

 

Entstanden ist die Kunstform LandArt Anfang der 60er Jahre in den USA. In den siebziger Jahren kam diese Kunstrichtung als Natur-Kunst nach Europa und etablierte sich bei uns als eine Kunstform der ökologischen Verantwortung, bei der es vor allem darum ging, natürlich vorkommenden Materialien zu verarbeiten und dabei möglichst behutsam vorzugehen. Auch für den LandArt-Künstler Wolfgang Buntrock ist das Zusammenspiel mit der Natur die eigentliche Bestimmung von LandArt. „Im Grunde genommen werden die Kunstwerke aus der Natur geformt um wenig später wieder von ihr zurückerobert zu werden. Die Vergänglichkeit ist ein neben der bildnerischen Kreativität ein wichtiger Aspekt dieser Kunstform“ so Buntrock.

 

So werden auch die in der Tiefensteinklamm erschaffenen Skulpturen in den kommenden Tagen und Wochen durch Wasser, Wind und Pflanzenwachstum wieder verschwinden. Wer also in den bevorstehenden, sonnigen Herbsttagen in Schleedorf auf künstlerische Entdeckungsreise gehen möchte, ist gut beraten, nicht zu lange zu warten.

(mw)

 

 











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