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06.02.17 - 10:52 Uhr

Die vokale Dreifaltigkeit


In einer Dreierbesetzung aufzutreten, ist schon etwas ganz besonderes. Als Zuhörer bemerkt man gleich vom Start weg, dass etwas anders ist, wenn Triu zu singen beginnt. Es ist die klare Wahrnehmbarkeit der einzelnen Stimmen, die, ganz anders als bei kopfstärkeren Ensembles, während des ganzen Konzerts präsent bleibt.

Schon bei Quartetten muss man sich als Zuhörer, abgesehen von exponierten Passagen, auf eine Stimme konzentrieren um diese aus dem verwobenen Gesamtklang herauszuhören. In einem Trio mit Bass, Alt und Tenor ist jede Stimme für sich eine klare Botschaft und es bedarf schon einer ganz besonderen Kunstfertigkeit, daraus jenes Vokalbild zu zaubern, dass das Publikum in die vokale Landschaft eines Stückes eintauchen lässt.

 

Maria Holzeis-Augustin, Hubert Sandhofer und Ali Foeger haben das „e pluribus unum“ zur Meisterschaft gebracht. Zu hören bekam das Publikum sowohl geographisch als auch in der Anmutung der Stücke eine ausgedehnte vokale Reise von Pop über Spiritual bis Ethno-Folk, von Österreich über Irland bis Afrika, von herzrührend über jazzig bis zu beatgeladenen Ohrwürmern.

 

Auch in der Dramaturgie darf und kann bei Triu jeder alles. So streckt sich das Repertoire von Hubert Sandhofer als grummelnder Bass von unbestechlich rhythmischem Beatboxing bis zum satt-samtenen Solo in „Somewhere Over The Rainbow“, Maria Holzeis-Augustin übernimmt alle Rollen zwischen chansonartigen Eigenkompositionen in denen sie ihre Hüften begehren lässt, bis zu Cyndi Laupers Liebeserklärung „True Colors“, Ali Foeger wirft sich solistisch auf australischen Happysound und leuchtet ein paar Stücke später als Agent Moon von der Bühne.

 

Zumeist jedoch bauen Trio zu gleichen Teilen an der vokalen Dreifaltigkeit von Stimme, Stimme und Stimme und begeistern das Publikum mit bezaubernden Stücken ohne dem Beiwerk von Show und verschnörkeltem Entertainment. Die gelungene Mischung aus Eigenkompositionen bis hin zu Pharrell Williams „Happy“ (hier darf das Publikum dann auch mal) verlieh dem Konzertabend eine wunderbar spannende und unterhaltende Note, die dem sympathischen Trio die volle Aufmerksamkeit des Publikums von Anfang bis Ende zuteilwerden ließ.

(mw)

 

 











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