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13.02.17 - 11:30 Uhr

The funky attac


Mit der Premiere der Gruppe vocalbeat.club stand das Emailwerk für einen Abend ganz im Zeichen von Funk und Soul. Unter der Regie von Musiker und Chorleiter Richard Griesfelder fanden acht seelenverwandte Musiker und SängerInnen zu einem gemeinsamen Statement zusammen: Wir sind Funk!

 

Bereits mit der ersten Nummer „Love“ brach eine akustische Welle von der Bühne, auf der man locker bis London als Mekka des modernen Funk hätte reiten können. Die vier Vocals (Theresa Fellner, Ingrid Schwab, Theresa Bergmair und Johnny Krysl) zogen einen Sound auf, der das Publikum in die Stühle gepresst hätte, so diese vorhanden gewesen wären. Und während in der Technik noch fieberhaft an den Reglern gefeilt wurde, um die richtigen Pegel durch die Kabel zu jagen und so das Haus vor dem Einsturz zu bewahren, legten die Stimmen bei „Goint To Another Level“ noch eines drauf. Schlagartig sinnlich ging es dann mit „Personal Jesus“ weiter, ein Solo von Johnny Krysl, äußerst feinfühlig instrumental begleitet und mit den Begleitstimmen verwoben.

 

Griesfelder präsentiert mit vocalbeat.club Soul und Funk in allen Schattierungen und Variationen. Rhythmische Gitarrenriffs, synkopische Bassläufe, die Vocals oftmals groovig, aber auch melodisch und immer bleibt es tanzbar. Ein Umstand, den auch das Publikum im Emailwerk von Nummer zu Nummer mehr erfasste, weswegen ein voraus schauender Griesfelder auf Bestuhlung im Bühnenbereich verzichtete. Das Ensemble spielt die Partyleiter im Verlauf des Abends mehrmals hinauf und hinunter. Schnelle und mitreißende Tempi in „Games“ erhitzen die Gemüter, emotionale Soli wie in „One For All Time“ (Theresa Bergmair) wirken nahezu kontemplativ, Prince‘ „3221“ mit einem Solopart von Ingrid Schwab steht Pate für den kantigen bis „dreckigen“ Teil des Genres.

 

Mitverantwortlich für den über alle Maßen heißen Sound des vocalbeat.club ist die geladene Instrumentalbegleitung durch Peter „Beda“ Bachmayr (Drums), Peter Fürhapter (Bass), Tom Meusburger (Gitarren) und Richard Griesfelder am Keyboard. Dabei ist der sprichwörtliche Groove der einzige gemeinsame Nenner bei diesem abendlichen Streifzug durch die Spielarten von Soul und Funk. Die stilistischen Einflüsse durch die Jahrzehnte haben das Genre in Details immer neu erfunden, dennoch fahren die Instrumente in jeder Nummer unter die Haut wie eh und je. Dass hier vier Meister ihres Fachs auf der Bühne stehen, lässt sich unumstößlich daran festmachen, dass die Herren in jedem Stil zu Hause sind wie in Ihrem Wohnzimmersessel.

 

Der vocalbeat.club spendierte dem Emailwerk und seinen Gästen einen heißen Abend mit großartigen Stücken und wuchtigem und zugleich detailverliebten Sound. Für Funk- und Soulfans führt kein Weg an dieser Truppe vorbei!

(mw)

 











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